Teil 3 (von 3): 9 Tipps auf dem Weg zur individuellen Social Media-Strategie im Employer Branding
Mit dem heutigen Teil 3 und den letzten drei von insgesamt neun Tipps für den richtigen Angang einer Social Web-Strategie im Employer Branding, komplettieren wir unsere kleine Serie.
Den Anfang verpasst? Hier noch mal Teil 1 und Teil 2 nachlesen.
Tipp 9: Inspiration ist erlaubt
Best Practices im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Wohl aber positive Beispiele, die der Inspiration dienen können. Dieses ist so eins: Gerade kleinere und mittelständische Unternehmen schrecken häufig vor dem Einsatz von Karriere-Videos zurück, da sie hohe Kosten vermuten und das Verhältnis zum Ertrag ungewiss erscheint. Eindrucksvoll widerlegen können dies die Züricher Verkehrsbetriebe (VBZ). Diese haben unternehmensweit alle Print-Stellenanzeigen durch Online-Bewerbervideos der zuständigen Führungskraft beim potentiellen Mitarbeiter ersetzt.
Durch den Wegfall der Anzeigen und mit nur 2.500 € Kosten pro Video, konnten die Verkehrsbetriebe ihre Recruitingkosten um 36% senken und die Quote guter Bewerbungen signifikant erhöhen.
Tipp 8: Richtige und falsche Wege
Zwei wichtige Tipps zum Schluss. Erstens, jedes Unternehmen muss seinen eigenen Weg finden, denn richtig und falsch gibt es in Social Media praktisch nicht. Deshalb: Bleiben Sie kritisch, wenn Ihnen von sogenannten Social Media Experten Königswege aufgezeigt werden. Ob und wie ein Unternehmen öffentlich und damit auch im Web 2.0 auftritt, sollte stark von den Besonderheiten der Unternehmenskultur abhängen.
Tipp 9: Früher oder später finden Sie im Social Web statt
Zweitens: Korrespondierend mit Ihrer Kultur kann es gute Gründe geben, sich gegen eine breit angelegte Social Media-Strategie zu entscheiden. Auch das kann „richtig“ sein. Fakt ist aber, dass über Sie als Unternehmen früher oder später so oder so im Internet gesprochen wird. Social Media ist nicht mehr als ein großer digitaler Dialog, bei dem selten ein Thema ausgelassen wird. Ein Muss ist es daher, die Wahrnehmung des eigenen Unternehmens in Social Media zu beobachten. Stichwort: Monitoring.
Noch mehr Tipps: Teil 1 | Teil 2
Alle Informationen zu unserer Personalmarketing Studie 2011 finden Sie hier.
Teil 2 (von 3): 9 Tipps auf dem Weg zur individuellen Social Media-Strategie im Employer Branding
Vielen Dank für das Feedback zum ersten Teil unserer kleinen Reihe, die Anregungen geben soll, wie man in neun Schritten dem Ziel einer Social Media-Strategie im Employer Branding näher kommen kann.
Heute folgt Teil 2 mit den nächsten drei Tipps. Teil 3 kommt dann am kommenden Montag. Viel Spaß!
Tipp 4: Publicity um jeden Preis zahlt sich nicht aus
Mit der richtigen Idee war es noch nie so einfach wie im Social Web, mit geringem Mitteleinsatz für hohe Aufmerksamkeit zu sorgen. Ein Fakt, den es zu nutzen gilt, der in Bezug auf die Mitarbeiter von morgen aber mit Vorsicht zu genießen ist, denn im Personalmarketing muss aus Aufmerksamkeit Interesse und aus Interesse eine Bewerbung werden. Dabei kann ein vermeintlich witziges und erfolgreiches Rap-Video der eigenen Praktikanten (40.000 Mal Views auf YouTube) schnell zum Bumerang werden.
Dennoch können Karriere-Videos gerade bei Fach- und Führungskräften zum Erfolg führen: In 63% der Fälle führt ein interessantes Video zu einer Steigerung der Arbeitgeberattraktivität. Als interessant wird es dabei empfunden, wenn Mitarbeiter sich und ihre Tätigkeitsbereiche vorstellen. Generell gilt: Für eine authentische, mitarbeitergetriebene Kommunikation ist ein entsprechendes Vertrauen in die eigenen Mitarbeiter Grundvoraussetzung.
Ein besonderes Beispiel ist die “Chef bewirbt sich”-Kampagne der Verkehrsbetriebe Zürich:
Tipp 5: Auf den Inhalt kommt es an
Viele Unternehmen schaffen es heute schon, die gewünschte Zielgruppe anzusprechen. Lediglich beim „Wie“ werden häufig Fehler gemacht: Die von Unternehmen ausgesendeten Botschaften und Informationen stimmen nicht mit dem Interesse der Kandidaten überein. Da in Social Media, anders als in den Massenmedien, das Relevanz hat, was interessiert, lohnt sich ein genauer Blick auf die Wünsche der Zielgruppe. Die Plätze eins bis drei was Unternehmen über sich im Social Web sagen, belegen offene Stellenanzeigen, Neuigkeiten aus dem Unternehmen und generelle Bewerberinfos. Statt für Auszüge aus Pressemitteilungen interessieren sich Bewerber heute aber vor allem für die Unternehmensmission und die -strategie sowie für Erfahrungsberichte von Mitarbeitern. Bei diesen „Testimonials“ empfinden interessierte Kandidaten Aussagen von einfachen Mitarbeitern meist authentischer und aussagekräftiger als Botschaften aus der Führungsetage.
Tipp 6: Karriere-Seite als Herzstück der Social Media Kampagne
Nahezu alle Social Media Aktivitäten enden früher oder später auf der Karrierewebseite des Unternehmens. Auf dieser informiert sich Webseite ist damit ein wesentlicher Einflussfaktor, ob der Kandidat sich bei dem Unternehmen bewirbt. Allerdings gleichen sich häufig die Botschaften der Unternehmen. So ist von „leidenschaftlichen Teams“ und „einzigartigen Chancen“ die Rede. Das Besondere am Unternehmen, z.B. im Sinne der Kultur und den Möglichkeiten, sollte für Jobsuchende greifbar gemacht werden. „Ungeschöntes“ und „ungefiltertes“ Wissen zum Unternehmen ist dabei besonders gefragt.
Ein tolles Beispiel ist die neue Karriere-Seite des Garten- und Landschaftsbau-Geräteherstellers Stihl: www.stihl.de/karriere.aspx
Teil 1 verpasst? Hier noch mal nachlesen. Hier geht es weiter zu Teil 3.
Alle Informationen zu unserer Personalmarketing Studie 2011 aus der der Großteil der hier verwendeten Zahlen stammen, gibt es hier.
9 Tipps auf dem Weg zur individuellen Social Media-Strategie im Employer Branding (Teil 1/3)
Er lässt sich diskutieren, der „war for talents“. Kommt er, geht er, wo liegen die Gründe im Detail und wie ist ihm zu begegnen. So oder so ist eines gewiss: Die Aufgabe, geeignete Mitarbeiter für wichtige Schlüsselpositionen zu gewinnen, gilt nicht erst seit diesem Jahr als einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren für Unternehmen. Das Schalten einer Stellenanzeige ist dafür schon lange nicht mehr ausreichend. Die klassische Recruiting-Strategie, die noch im Frühjahr gehalten hat, geht im Herbst nicht mehr auf: Die Bewerber bleiben aus, der dringende Bedarf steigt und damit häufig auch die Kosten.
Der Weg über die sozialen Medien ist bei Großzahl der Unternehmen zwar noch keine Selbstverständlichkeit, in jedem Fall bildet er jedoch heute schon einen starken Einflussfaktor und trägt für einige Unternehmen erfolgreich zur Bildung einer starken Arbeitgebermarke bei. Die Erfahrung zeigt jedoch auch, dass nur wenige Arbeitgeber messbare Erfolge durch die Nutzung von Social Media erzielen, um zukünftige Talente zu rekrutieren.
Unternehmen dabei zu helfen, Konzepte zu entwicklen, die auf deren individuelle Situation passt, ist unser tägliche Aufgabe. Wir sind dabei den entscheidenden Fragen über Erfolg und Misserfolg beim Social Media-Einsatz im Employer Branding und im Personalmarketing auf den Grund gegangen und haben die Erkenntnisse in zwei Studien ergänzt.
Die Ergebnisse wollen wir ab heute in einer kleinern Reihe anhand von neun Tipps teilen und dabei helfen, für die eigene Situation richtige Antworten zu finden.
Hier also die ersten drei Tipps. Teil 2 folgt schon in der nächsten Woche.
Tipp 1: Learning by Doing mit Strategie
Zwar gilt für Social Media stark das Prinzip „Learning by Doing“, vor allem weil es für das Social Web keine Patentrezepte gibt und was für ein Unternehmen gilt, muss für ein zweites keineswegs auch funktionieren. Dies darf allerdings nicht mit „Der Weg ist das Ziel“ verwechselt werden. Das heißt, auch im Employer Branding braucht es für eine Initiative im Social Web eine Strategie. Diese sollte neben qualitativen und quantitativen Zielen vor allem eine klare Vorstellung über die Zielgruppe und die damit verknüpften Kanäle beinhalten, in denen diese erreicht werden.
Tipp 2: Strategie an den Personalmarketingprozess anlehnen

Ein einfacher und dennoch strukturierter Weg zur richtigen Social Media-Strategie führt über den generischen Personalmarketing-Prozess. Ist die Zielgruppe festgelegt, stellt dieser eine Art Wertschöpfungskette im „Social Employer Branding“ dar. Zu Anfang gilt es dabei, als Unternehmen Aufmerksamkeit bei potenziellen Arbeitnehmern zu erzeugen. Das Unternehmen wird somit generell auf dem Arbeitsmarkt bekannt. Diese gewonnene Aufmerksamkeit muss in Phase zwei in nachhaltiges Interesse am Unternehmen umgewandelt werden. Der potentielle Arbeitnehmer hat damit das Unternehmen als einen interessanten und attraktiven Arbeitgeber erkannt. Schließlich muss in der dritten Phase des Personalmarketing-Prozesses dieses generelle Interesse eine konkrete Bewerbung erzeugen. Ist diese Bewerbung erfolgreich, gilt es, den neu gewonnenen Mitarbeiter in der vierten und letzten Phase des Prozesses an das eigene Unternehmen zu binden.
Tipp 3: Setzen Sie sich richtig in Szene
Am Anfang muss getrommelt werden. Was helfen die besten Argumente, wenn Sie niemand hören kann? Deshalb müssen Sie zu Beginn genau wissen, wo ihre Zielgruppe zu erreichen ist. Was die Kanalnutzung angeht, zeigt sich am Beispiel der Studenten und der Professionals mit mindestens drei Jahren Berufserfahrung ein überraschendes Ergebnis: Das Internet-Videoportal YouTube liegt bei beiden an erster Stelle der Nutzerhäufigkeit. In der Gesamtnutzung rückt es damit in Bezug auf die betrachteten Zielgruppen noch vor Facebook.

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Welchen Effekt Corporate Social Responsibility (CSR) auf das Employer Branding hat
Die Arbeitgeber-Botschaften der Unternehmen gleichen sich häufig. So ist von „leidenschaftlichen Teams“ und „einzigartigen Chancen“ die Rede (s. Abb. 1). Eine neuerdings beliebte Botschaft ist die „soziale Verantwortung“ des Unternehmens.
Definition – eine Übersicht
Soziale Verantwortung wird unter dem Begriff Corporate Social Responsibility (nachfolgend CSR genannt) zugeordnet. CSR hat sich in seiner definitorischen Bedeutung allerdings in den letzten Jahren verändert. Eine länderübergreifende, einheitliche Definition gibt es nicht. Zu Beginn beschränkte sich CSR auf die soziale Verantwortung im regionalen Umfeld des Unternehmens. Dafür steht mittlerweile die Bezeichnung Corporate Citizenship.
CSR hat sich in seiner Bedeutung laut dem Grünbuch der Europäischen Kommission ausgeweitet und neben sozialen Belangen sind die Umweltbezogenen Belange hinzugekommen.
Im modernen Verständnis kommt eine dritte Dimension hinzu: die ökonomische. Dies entspricht dann den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit. Somit steht CSR für sie “sozialen, ökologischen und ökonomischen Beiträge eines Unternehmens zur freiwilligen Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung, die über die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen (Compliance) hinausgehen.” (Meffert 2005)
Eines der bekanntesten CSR Konzepte ist das von Carroll im Jahre 1991 entwickelte Pyramidenmodell (Abb. 2). Hierbei stellt die ökonomische Ebene die Grundlage dar, denn nur ein ökonomisch gesundes Unternehmen kann sich die weiteren Verantwortungs-ebenen „leisten“.
Effekte von CSR
Und das „es sich leisten“ zahlt sich aus: So belegen einschlägige Studien, dass sich soziale Verantwortung positiv auf die Unternehmensperformance auswirkt (vgl. u.a McGuire 1990, Waddock & Graves 1997, Roberts & Dowling 2002). CSR kann somit als Ursache und als Effekt für den Unternehmenserfolg gesehen werden !
Ein weiterer positiver Effekt von CSR ist die Steigerung der Arbeitgeberattraktivität von Unternehmen (Employer Branding. Dies belegen ebenfalls Studien (vgl. u.a. Fombrum 1990, Maignan 1999, Treviño 2004 und Ali 2010). Die Folge sind eine Stärkung der
- Mitarbeiterbindung,
- Unternehmensidentifikation,
- Mitarbeitermotivation und
- Zufriedenheit am Arbeitsplatz
CSR kann somit als ein klarer Wettbewerbsvorteil im „war for talents” und somit im Employer Branding gelten.
Gründe für die Wirkung von CSR
Die Gründe für diese positiven Effekte im Employer Branding sind vielfältig. Eine mögliche Erklärung bietet das Konstrukt der Social Identity Theory. Diese erklärt den Effekt durch den positiven Einfluss der CSR-Aktivitäten auf die soziale Identität und das Selbstwertgefühl des Bewerbers (Cabel & Graham 2000). Zudem wünscht sich der Bewerber, dass sich durch die Zugehörigkeit zum Unternehmen das eigene Ansehen erhöht (Herrbach & Mignonac 2004).
Eine weitere Erklärung liefert die Person-Organisation-Fit Theorie. So sind CSR-Aktivitäten in unsicheren und herausfordernden Zeiten ein Signal für gerechte und sichere Arbeitsbedingungen. Bewerber fühlen sich von den Aktivitäten angesprochen, da es ihren eigenen Interessen, Wert- und Normvorstellungen entspricht (Greening & Turban 2000). Je höher diese Übereinstimmung wahrgenommen wird, desto attraktiver wird dann auch dieses Unternehmen bewertet.
Fazit
Folglich können sich Unternehmen mit der Kommunikation ihrer Aktivitäten in Sachen Corporate Social Responsibility hervorheben und damit ihre Employer Branding / Personalmarketing Aktivitäten gewinnbringend unterstützen.
Ich denke der Mehrheit ist bewusst, dass in vielen Fällen, die CSR-Aktivitäten der Unternehmen nicht als rein selbstloses Handeln anzusehen sind. Dies finde ich auch nachvollziehbar und legitim: Motto “Tue Gutes und rede darüber”.
Allerdings müssen die Worte auch ernst gemeint sein und die kommunizierten CSR-Aktivitäten müssen mit den in der Realität erreichten Ergebnissen übereinstimmen und in Relation zu den ökologischen und sozialen Schäden stehen, die das Unternehmen gegenfalls verursacht. Alles andere ist nicht glaubwürdig und schädigt mittel-/langfristig die Arbeitgeberattraktivität.
Ein großes Dankeschön geht an Julia Schmitz für die Unterstützung bei der Literatur-Recherche und für den inhaltlichen Austausch.
Management Circle wagt mit #smrk11 erste Gehversuche in Social Media – ein Wrap Up
Rund zwei Wochen ist sie her, die erste Social Media Recruiting Konferenz des Management Circle – oder #smrk11 wie sie intern nur genannt wird.
Rückblende: embrander war mit Florian Schreckenbach und mir im Anschluss an die Konferenz als Referenten für tiefere Einblicke in die Businesswelt von XING und LinkedIn vor Ort. In der Vorbereitung kamen wir auch mit Tjalf Nienaber ins Gespräch. Tjalf ist Bereichsleiter bei WEBACAD, ebenfalls Social Media-Enthusiast und er war der Konferenzleiter in Frankfurt. In seinen Verantwortungsbereich fiel unter anderem die inhaltliche Betreuung der Veranstaltung. Gemeinsam kamen wir auf die Idee, die eintägige Konferenz auch im Netz zu begleiten und Teilnehmer und Interessierte in sozialen Netzwerken eine Anlaufstelle zu bieten.
Unter der Überschrift “Social Media Recruiting Konferenz” auf den Gedanken zu kommen, das Event auch in irgendeiner Form in Social Media stattfinden zu lassen, sollte im Jahr 2011 eigentlich nicht mehr besonders bemerkenswert sein. Jedoch gilt es zu bedenken, dass diese Konferenz kein Think Tank war, initiiert durch einige Online Geeks, Web Startups und Online-Affine, sondern dass sie immer noch aus dem Hause Management Circle stammt. Und die haben zwar mächtig Erfahrung mit Seminaren, Fort- und Weiterbildungsprogrammen, allerdings sind es – und das meine ich ganz wertfrei – Offliner. Der Bewerbungsapparat von Management Circle funktioniert in erster Linie über Mailings. Ganz klassisch per Post und per E-Mail. Es gibt eine Webseite mit einem Veranstaltungsverzeichnis, mit Downloads und einer Online-Buchungsfunktion. That’s it.
Neue Wege in der Bewerbung, im Marketing, im Vertrieb geht Management Circle bisher nicht. Groß ist der Nutzen aus meiner Sicht in der Kundenbindung und in der Reputation.
Andererseits finden bei MC alleine in der nächsten Zeit 43 Seminare im Kontext von Social Media statt und nach unserer Wahrnehmung wird durch die Veranstaltungskonzeptionen und die Referenten, die dort zum Einsatz kommen, jede Menge Social Media Know How durchtransportiert.

Dieses Spannungsfeld des “1.0-geprägten” Veranstalters einerseits und des auf Höhe der Zeit befindlichen Weiterbilders andererseits war für uns reizvoll genug, um für den Management Circle die ersten kleinen Schritte auf Social Media-Terrain zu gehen. Konkret: Wir haben mit den Verantwortlichen um Tjalf Nienaber über Kanäle, Ziele und die Umsetzung für eine Social Media-Begleitung der Konferenz diskutiert und haben dann vor Ort das erste kleine Experiment gestartet. Mit einem Blog, einer Heimat auf Twitter (Hashtag #smrk11), Geo Check-Ins auf foursquare und facebook und der Aktivierung der Social Media-affinen Leute rund um die Konferenz.
Und wie sieht das Ergebnis aus?
Es gab im Vorfeld zwei erwartbare Szenarien:
1.) Wir haben eine Twitterwall, auf der einige wenige Tweets aus eigener Feder stehen, die Kanäle aber ansonsten unbeachtet bleiben und “smrk11″ wird eine nicht wahrgenommene Aneinanderreihung von vier Buchstaben und zwei Zahlen bleiben.
2.) Teilnehmer steigen ein, probieren aus, kommentieren, machen “spread the word” und schaffen es damit, den Ruf der Konferenz über die vier Wände des Tagungsorts hinaus zu transportieren.
Ohne an dieser Stelle eine tief gehende Zahlenanalyse vorzutragen, spricht das Fazit eindeutig für Szenario 2.
Der Blog wurde alleine am Veranstaltungstag und am Tag danach rund 600 mal geklickt. Obwohl von den knapp vierzig Teilnehmern nur drei mit einem eigenen Twitter-Account ausgestattet waren, haben sich rund 50 Tweets und etliche Retweets mehr mit der #smrk11 beschäftigt. Gerade Multiplikatoren wir Robindro Ullah (Deutsche Bahn AG) haben spürbare Resonanz auf Twitter erzeugt. Dadurch wurden Menschen auf die Konferenz, ihre Inhalte und Referenten und schlussendlich den Management Circle aufmerksam, die sich sonst nie damit beschäftigt hätten.
Eine kleine und wirklich schmeichelnde Randnotiz: Robindro Ullah, der wahrlich viele Veranstaltungen dieser Art miterlebt, hat im vollbesetzten Plenum festgestellt, dass es sich um die erste Recruiting Konferenz handelt, an der teilnimmt, die einen eigenen foursquare Check-In hat. Und das doch, wo die Bahn gerade immer stärker auf foursquare setzt. Er war erfreut und wir sind es auch. 15% der Teilnehmer hatten einen foursquare-Account. Das Nutzungsverhältnis lag am Ende bei 100% – jeder “Account vor Ort” hat auch eingecheckt und die Information weiterverbreitet.
Ein drittes Szenario, wie die Geschichte zu Ende geht, nämlich dass die Veranstaltung die sprichwörtlich große Welle durch das Netz macht, war von vornherein nicht zu erwarten. Das war den Beteiligten klar. Wir glauben und hoffen aber, dass der Management Circle Blut geleckt hat und man von ihm künftig viel mehr als Seminaranbieter 2.0 hört.
Uns hat’s Spaß gemacht – wir hoffen, noch vielen mehr!
Dieser Artikel erschien im Original als Gastbeitrag im RECRUITnetworx Blog
Personalmarketing Studie 2011: Was potenzielle Arbeitnehmer in den sozialen Medien wirklich anspricht
Ausgangslage und Zielsetzung
Der Bann der sozialen Medien ist ungebrochen, die Nutzerhäufigkeit steigt weiter an und längst haben Unternehmen die treibende Kraft dieser Kommunikationskanäle für sich entdeckt. Das eigentliche Potenzial von Social Media wird bisher aber noch viel zu gering genutzt.
Dies stellt unsere „Studie zur Wirkung von Social Media im Personalmarketing 2011“ fest und entschlüsselt auf Basis einer umfangreichen empirischen Befragung die entscheidenden Erfolgsfaktoren für ein aktives und effektives Personalmarketing.
Inhalte der Studie
Aufbauend auf der Untersuchung aus dem Jahr 2010 zeigt die neue Personalmarketing Studie 2011 die aktuelle Situation der Social Media Kanäle auf und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab, mit denen Unternehmen sich in sozialen Medien wirksam als attraktive Arbeitgeber darstellen können (s. Inhaltsverzeichnis). Eine kanalspezifische Auswertung von YouTube, Facebook und dem Arbeitgeber-Bewertungs-Portal kununu erlaubt eine detaillierte Interpretation der zielgruppenspezifischen Ergebnisse als Basis für weitere strategische Maßnahmen. Abschließend erläutert sie ein Vorgehensmodell für Unternehmen.
Zielgruppe und Autoren
Im Fokus der Befragung, an der sich 835 Personen beteiligten, stehen die Zielgruppen „Fach- und Führungskräfte“ sowie „Studenten“.
Durchgeführt wurde die Studie von Prof. Dr. Thorsten Petry von der Wiesbaden Business School und Florian Schreckenbach von der Managementberatung embrander. Unterstützt wurde die Untersuchung von der Karriereplattform Talential, der Zeitschrift Personalwirtschaft und Studenten-Meinung.de.
Wesentliche Ergebnisse
Nur ein Drittel der Befragten konnten überhaupt Angaben zu einem Unternehmen und seinen Aktivitäten in Social Media machen. Das zeigt, dass viele Arbeitgeber noch keine wirksame Strategie im Personalmarketing in Social Media gefunden haben und ein alleiniges „Dabeisein“ im Web 2.0 nicht ausreicht. Für Unternehmen ist das Internet Pflicht und Social Media ist die Kür.
Die Studie belegt zudem, dass – wenn auch mit zielgruppenspezifischen Unterschieden – die klassischen Personalmarketing-Aktivitäten, wie z.B. Mitarbeiter-Empfehlungen und Events, weiterhin gefragt sind.
Die komplette Studie
Einen kleinen Ergebnisbericht haben wir als Vorgeschmack auf Slideshare online gestellt. Dieser beinhaltet das bereits veröffentlichte Arbeitgeber-Ranking.
Die komplette Studie ist zu einem Preis von 199 EUR netto erhältlich und kann bei embrander unter studie@embrander.de oder 0221 – 99 87 56 19 angefordert werden.
Workshop-Premiere bei Management Circle: “XING und LinkedIn für Personaler”

Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.
Dieser Satz stammt von Johann Wolfgang von Goethe und gibt ganz gut unseren Antrieb wieder, warum es uns viel bedeutet unser Wissen regelmäßig bei Seminaren und Workshops weiterzugeben, dabei dazuzulernen und theoretisches KnowHow mit Problemstellungen aus der Praxis gegenzuspiegeln.
Im kommenden Oktober geben wir unsere Premiere beim renommierten Management Circle mit einem ganztägigen Seminar mit dem Titel “XING und LinkedIn für Personaler”. Der Management Circle gehört zu den Anbietern für berufliche Weiterbildung, Managerschulungen und Fachkongressen – wir freuen uns daher sehr über die Zusammenarbeit.
Eingebettet ist das Seminar in den Fachkongress “Social Media Recruiting” am 17. und 18. Oktober in Frankfurt. Der Kongress belegt sehr gut eine der Stärken des Management Circles. Statt im eigenen Sud zu kochen, setzt der Kongress auf Best Practice “Kreatoren” aus Unternehmen wie der Commerzbank, Deutsche Bahn oder der Lufthansa. Ergänzt werden diese Praktiker mit Fachleuten aus den Bereichen Recruiting, Personalmarketing und Social Media – wir finden, das ist alles andere als Elfenbeinturm. Alle Infos zur Konferenz gibt es hier als PDF.
Wer sich als Personaler, HR-Manager, Fach- oder Führungskraft oder auch als interessierter Fachfremder tiefgehender mit den Anwendungsmöglichkeiten der Welten von XING und LinkedIn, aber genauso mit ihren Grenzen beschäftigen will, der ist am 18. Oktober in unserem Workshop richtig aufgehoben. Natürlich stellen wir die beiden Netzwerke vor, gehen auf die Funktionsumfänge ein und verraten den einen oder anderen Kniff. Sehr wichtig ist uns dabei weder den kritischen Blick zu verlieren – XING ist für einige Einsatzzwecke nicht mehr der “Place to be” – außerdem ist uns die realistische Praxisperspektive wichtig. Die Verwendung von Social Media muss zum eigenen Unternehmen passen und kann nur funktionieren, wenn es sich in der Kultur wiederfindet. Deshalb wollen wir ebenso versuchen, Hilfestellung für konkrete Probleme aus Ihrer HR-Abteilung zu leisten. Warum das Rad neu erfinden.
Lust bekommen? Hier gibt es noch mal die kompakte Übersicht mit allen wesentlichen Infos und der Möglichkeit, sich anzumelden.
Fragen beantworten wir auch gerne in den Kommentaren.
Bildquelle “Johann Wolfgang von Goethe”: © Hulton Archive/Getty Images
Bei dieser Firma will ich unbedingt arbeiten – Arbeitgeber-Ranking 2011
„Wow! Bei dieser Firma will ich unbedingt arbeiten!“ Wohl jedes Unternehmen wünscht sich ein solches Image als attraktiver Arbeitgeber und möchte mit seinen Aktivitäten bei den Kandidaten auffallen. Welche Unternehmen das durch ihre Online Personalmarketing Aktivitäten geschafft haben und damit zu den führenden Unternehmen zählen, zeigt unser Arbeitgeber-Ranking 2011. Auf die ersten drei Plätze kamen BMW, Lufthansa und die Deutsche Telekom.
Im Rahmen der neu durchgeführten Studie wurden 835 Personen zur Wirkung von Social Media im Personalmarketing befragt und konnten in einer offenen Fragestellung frei all die Unternehmen nennen, die ihnen bisher mit Social Media Aktivitäten zur Arbeitgeberattraktivität aufgefallen waren. Die Plätze des Top-Rankings verteilen sich dabei wie folgt (nach Anzahl der Nennungen):
Top 20:
1. BMW
2. Lufthansa
3. Telekom
4. Otto
5. Daimler
6. Bayer
7. Audi
8. Opel
9. Deutsche Bahn
10. Bertelsmann
11. Allianz
12. Ernst & Young
13. SNT
14. BASF
15. Adidas
16. Krones
17. L’Oréal
18. McDonald’s
19. Siemens
20. Fraport
Das Ranking ist Teil der empirischen „Studie zur „Studie zur Wirkung von Social Media im Personalmarketing 2011 – Was potenzielle Arbeitnehmer in den sozialen Medien wirklich anspricht“, die wir von embrander gemeinsam mit Talential und Prof. Dr. Torsten Petry (Wiesbaden Business School) mit Unterstützung der Zeitschrift Personalwirtschaft und Studenten-Meinung.de durchgeführt haben und die in den nächsten Wochen veröffentlicht wird. Über den offiziellen Start berichten wir gesondert.
embrander.de wächst und gedeiht
Heute mal in eigener Sache: Etwa vier Monate ist es her, dass wir von embrander unsere neue Webseite online gebracht haben.
Noch bis April 2011 war unter www.embrander.de der Prototyp unserer Social Employer Branding App zu finden, die auch heute noch online ist. Da das embrander-Team jedoch gewachsen war und unsere Beratungsleistungen in den Feldern Employer Branding und Enterprise 2.0 immer stärker nachgefragt wurden, haben wir den Bereich Managementberatung professionalisiert und ausgebaut. Dies sollte sich natürlich auch online widerspiegeln.

Mit einem frischen Design und einigen grundlegenden Infos zu unseren Leistungen sind wir an den Start gegangen.
Seitdem hat sich viel getan. Es ist großartig, dass wir derzeit mit einigen namhaften Kunden zusammenarbeiten und dass das Interesse an unseren Beratungsleistungen und an unserer Webseite zunimmt. Wir haben viel Feedback und Anregungen bekommen. Vielen Dank dafür!
Um dem Anspruch, der an uns gesetzt wird gerecht zu werden, haben wir in den letzten Tagen an vielen Ecken von embrander.de geschraubt, um ab heute mehr Informationen zu uns und dem Verständnis unserer Arbeit zu liefern, einige Hintergründe (1|2) zu unseren Kernthemen anzubieten und um noch mehr Anbindung in die sozialen Netzwerke zu erreichen.
Hier einige Änderungen in der Übersicht:
- Aufgeräumter Einstieg

Kompakt zusammengefasst erfährt der Besucher von embrander.de auf der Startseite wo er gelandet ist und was er bei uns erwarten darf. Wichtig war uns eine gelungene Social Media-Integration. Von Anfang an begleiten den User die Infoboxen zu unserem Twitter-Account und zur facebook-Seite in der rechten Sidebar, unterhalb der Volltextsuche. Die Wortwolke spiegelt alle Texte auf embrander.de und unserem Blog wieder.
- Die neue Navigation bietet Zugriff auf noch mehr Inhalte
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Das Navigationsmenü weist auf die größten inhaltlichen Neuerungen hin. Die Seiten “Consulting” und “Veröffentlichungen” bringen einiges mehr an Tiefe auf die Webseite. Für eine bessere Übersichtlichkeit öffnet sich beim Zeigen auf Consulting eine weitere Menüebene mit den Schwerpunktbereichen “Enterprise 2.0” und “Personalmarketing” sowie ein Einblick in unser Beratungsverständnis.
- Social Media Integration

Zusätzlich zu den bekannten Like- und Tweet-Buttons finden sich unter den Überschriften einer jeden Seite nun auch der +1 Button von Google und der Share-Button von LinkedIn. Es ließen sich eine ganze Reihe weiterer Plugins zum Sharen an soziale Plattformen und Bookmarking-Dienste einbinden. Zugunsten der Ladezeiten und um den Fokus zu behalten, belassen wir es aktuell auf diese vier wichtigen Vertreter. Zusätzlich lassen sich Blogposts mit dem facebook Share-Button an den eigenen “Freundeskreis” weiterleiten.
Bei genauem Hinsehen finden sich einige Details mehr, z.B. unser neues Favicon oder Infos über unseren wissenschaftlichen Sparringspartner.
Unter der Haube haben wir versucht, an der Seiten-Performance zu arbeiten, noch mehr Multibrowser-Freundlichkeiten anzubieten und den Code zu optimieren.
Findet ihr die Änderungen gelungen?
Wir wissen, dass viel zu tun bleibt. Über Anregungen, Kritik und Ideen zur Seite und zum Blog freuen wir uns zu jeder Zeit.
Viel Spaß bei Kennenlernen der neuen Inhalte von embrander.de
Die Facebook Welt in Zahlen: Nutzer, Wachstumsrate und Penetrationsgrad
In den letzten Tagen ist die Zahl 100 Mrd. Euro als Bewertung für Facebook in den Medien aufgetaucht. Zum Vergleich: Damit wäre Facebook genauso viel wert wie SAP und Daimler zusammen, mehr wert als jedes Unternehmen in Deutschland (Siemens Nr. 1 mit 80 Mrd. Euro) und in den Top 40 der teuersten Unternehmen der Welt. Aber so lange es einen gibt, der das bezahlt kann es Facebook ja nur recht sein.
Vor diesem Hintergrund dachten wir, dass es wieder an der Zeit ist, uns die aktuellen Zahlen rund um Facebook anzuschauen. Wir hatten vor einem knappen Jahr einen langen Beitrag über die Social Networks in Deutschland geschrieben, der sich großer Beliebtheit erfreut hat. Damals lag der Penetrationsgrad (= Anzahl Nutzer / Anzahl Einwohner) von Facebook in Deutschland bei 12% und in den USA bei 41%. In einem Jahr hat Facebook in Deutschland stark zugelegt. Allein in den letzten 6 Monaten war es ein Nutzerzuwachs in Höhe von 36%. So liegt in Deutschland – Stand 14.06.2011 – der Penetrationsgrad mit 19 Mio. Nutzern bei 23%.
Die nachfolgende Grafik von der FAZ zeigt eine tolle Übersicht über die Facebook Welt in Zahlen: Anzahl Nutzer, Wachstumsrate und Penetrationsgrad.





