Browsing articles in "Fanpages"
Andreas Küffner
Mai 26, 2011

Von der Dynamik in Social Media gelernt – Über die Entstehung der Idee eines Karriere-Page-Rankings auf Facebook

“Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück”

Laozi 002 Dieser Satz stammt vom chinesischen Philosophen Laozi und passt bildsprachlich wunderbar auf den Fluss “Social Media”, durch den wir uns tagtäglich hindurch bewegen – am besten vorwärts.

Auch wir haben dazugelernt. Mitte April haben wir auf dem embrander blog den Startschuss für eine Reihe gegeben, in der wir an dieser Stelle nach und nach einen Überblick über alle deutschen Karriere-Pages auf facebook geben wollen. Der Beitrag “Karriere-Pages auf Facebook – Per Social Media an die richtigen Kandidaten?” stieß auf viel positive Resonanz und aus unterschiedlichsten Twitter-Ecken gab es Lob für die Anregungen, die wir versucht haben zu geben. Vielen Dank dafür!

Ebenfalls Lob, aber auch Kritik gab es dann auf den ersten Beitrag der Serie, der sich mit den Karriere-Facebook-Seiten der deutschen Bankenlandschaft auseinandersetzte. So haben wir zu Beginn eine Aussage darüber getroffen, wie viel Prozent der deutschen Facebook-Userschaft durch Karriere-Pages erreicht werden – nämlich unter 1%. Aber spielt die Anzahl der Fans überhaupt eine Rolle? Eine Frage, die sich nicht in einem Satz beantworten lässt. Zum Bankenartikel schrieb unser Leser Chris in einem Kommentar, “eine sehr oberflächliche Behandlung” oder “ganz oder gar nicht”.
Dann doch lieber ganz!

Wir haben uns im Team die Frage gestellt, wie wir mehr Vergleichbarkeit und Transparenz in die Betrachtung der Karriere-Seiten auf Facebook bringen können und glauben eine Antwort gefunden zu haben.

Was embrander-Berater Henner Knabenreich im April 2010 schon einmal auf seinem Blog personalmarketing2null für die damals ersten 23 Karriere-Pages machte und was Atenta mit ihrer Facebook-App anhand von Fanzahlen macht, wollen wir noch besser machen: Ein Ranking für Karriere-Pages auf Facebook.

Alle Facebook-Karriere-Seiten, die wir künftig vorstellen werden, überprüfen wir mit einem detaillierten Kriterienkatalog auf Herz und Nieren, sodass am Ende jede Page einen Wert erhält und sich daraus ein ständig wachsendes Ranking ergibt. Es ist ein Experiment und wir werden sehen, wohin das führt. Natürlich werden wir die Kriterien offen legen, sodass jeder das Ergebnis einer Fanpage nachvollziehen kann. Der Katalog erarbeiten wir gerade. Vorab möchten wir einen Einblick in die Kategorien geben, nach denen bewertet wird:

Zugang und Auffindbarkeit
Das A und O für den initialen Erfolg einer Facebook-Page. Hierunter fallen die Verknüpfung vom Karriereportal auf der Unternehmenswebseite, Suchmaschinen- und facebook Suchergebnisse, Vanity URL, usw.

Inhalte
Statt einer qualitativen Wertung der Seiteninhalte schauen wir auf Art und Umfang der Inhalte und Angebote, auf die Vollständigkeit von Informationen, auf Zielgruppenansprache, Veranstaltungen, usw.

Interaktion
Hiervon lebt eine gute Karriere-Page. Welche Möglichkeiten bietet die Seite, wie schnell und zuverlässig reagieren Mitarbeiter auf Anfragen, wie hoch ist die Engagement-Rate und wie verhalten sich Likes und Kommentare in Relation zur Fanzahl?

Authentizität
Wir wollen zeigen, dass diese Social Media-Überschrift auch ganz praktisch mit Leben gefüllt werden kann. Gelingt das dem Unternehmen? Werden die Ansprechpartner der Seite vorgestellt und wenn ja, wie? Geben Fotos und Videos “echte” Einblicke ins Unternehmen oder handelt es sich um PR-Material? Erhalten Interessenten individuelle Antworten oder vorgefertigte Phrasen?

Gestaltung und Design
Facebook gibt Page-Betreibern einen bunten Strauß an Individualisierungsmöglichkeiten an die Hand. Wir überprüfen den Einsatz von Landingpages und Apps, aber auch die Übersichtlichkeit und den Wiedererkennungswert.

Wir lassen harte und halbweiche Faktoren in das Ranking einfließen, nicht jedoch weiche Faktoren und solche, die im individuellen Auge des Betrachters liegen, wie Tonalität, inhaltliche Aussagekraft und dergleichen mehr.

Welche Kriterien sind wichtig und welche sollten nicht ins “embrander Karriere-Page-Ranking auf Facebook” eingehen? Über Vorschläge und Einschätzungen dazu würden wir uns sehr in den Kommentaren und auf Twitter freuen.

Bald geht es los, wir freuen uns darauf!

hknabenreich
Apr 26, 2011

Jobsuche via Facebook – Mit Facebook zum Banker?

In unserem Beitrag zum Auftakt hatten wir auf die Facebook Karriere-Pages hingewiesen und angekündigt, Unternehmen bzw. Branchen vorzustellen, die (mehr oder weniger) aktiv in der Ansprache des Nachwuchses von morgen sind. Warum wir das machen? Nun, wir wollen einmal mehr darauf hinweisen, wie man das Medium Facebook auch mit einbeziehen kann, wenn man sich über potenzielle Arbeitgeber oder Jobs informieren möchte. In erster Linie sind hier natürlich die Unternehmen gefordert. Aber leider ist es alles andere als ein Einzelfall, dass ein Unternehmen eine Karriere-Page auf Facebook betreibt, seine potenziellen Kandidaten aber im Unklaren darüber lässt. Weder auf der Karriere-Website noch in Printmedien werden potenzielle Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass es eine Arbeitgeber-Präsenz auf Facebook gibt. So weisen bspw. nur drei von 15 Unternehmen, die auf Facebook mit einer Karriere-Page vertreten sind, in einschlägigen Zielgruppenmagazinen (UNICUM, Abimagazin u. a.) auf ihre Page hin. Zufall? Nachlässigkeit? Unwissenheit?

Wie auch immer, wir wollen Licht ins Dunkel bringen und Azubis und andere Bewerber auf die Möglichkeit hinweisen, soziale Netzwerke wie Facebook auch für die Jobsuche zu nutzen. Am einfachsten geht das natürlich über Facebook selbst. Einfach den Begriff “Karriere”, “Ausbildung” oder den Unternehmensnamen ins Suchfenster bei Facebook eingeben und man erhält eine Auflistung passender Unternehmen und Themenseiten. Eine dieser Themenseite mit dem Fokus Karriere ist “Karriere-Fanpages auf Facebook“. Dort erhält der Nutzer eine Übersicht über alle Karriere-Seiten im deutschen Facebook-Raum und seit kurzem gesondert ausgewiesen, eine Übersicht über Ausbildungsfanpages.

Nun einen Schritt weiter: Wir werfen einen Blick auf den Berufswunsch “Banker”.

Traumberuf Banker?

“Ich werde Banker!” lautet das Motto der Page von Auszubildenden der Volksbank Lübeck und anderer Volks- und Raiffeisenbanken, die über ihren Berufsalltag berichten. Die Autoren gehen auf sympathische Weise mit dem einen oder anderen Bankerklischee um, räumen mal damit auf und erfüllen es hin und wieder auch. Die Seite gehört zu den jüngeren und entwickelt sich mit aktuell 294 Fans recht gut.

Auf der Azubipage

Auf der Azubipage

Bleiben wir bei den Volksbanken. Auch die Volksbank Triberg versucht über ihre Facebook-Page potenzielle Kandidaten zu erreichen. Mit aktuell 56 Nutzern, die sich entschieden haben, den “Gefällt mir”-Button zu klicken, hält sich der Erfolg dieses Vorhabens bislang in Grenzen.
Als ” Jobportal der Volksbank Triberg” fehlt der Seite etwas ganz Wesentliches, nämlich die Jobs selbst. Auch wirbt die Voba mit der Auszeichnung Top Arbeitgeber 2010 – warum das so ist, bleibt aber im Dunkeln. ein Blick auf die Website zeigt schnell, warum der Versuch zukünftige Mitarbeiter über Facebook anzusprechen, bisweilen auch ein Versucht bleibt: Während die “normale” Facebook-Page, die mit mehr als 2000 Fans gut anzukommen scheint und prominent verlinkt ist, bleibt ein Hinweis auf die Abteilung “Karriere” auf Facebook aus.

Ebenso Luft nach oben bietet der dritte regionale Vertreter unter den Pages für künftige Auszubildende, die Sparkasse Verst-Recklinghausen. Gerade einmal 18 Fans zählt diese Seite. Kardinalfehler auch hier, einen Hinweis auf die Page auf der Webseite der Sparkasse sucht man vergeblich. Schade eigentlich, ist die Seite selbst doch ein Hingucker und bietet mehr zielgruppenspezifische Informationen, als die Internetseite der Bank. Allen dreien wünschen wir eine gute Entwicklung – der Trend ist erkannt.

Sparkasse Recklinghausen Vest - ansprechend gestalteter Reiter mit mehr Infos als auf der Website selbst

Sparkasse Recklinghausen Vest - ansprechend gestalteter Reiter mit mehr Infos als auf der Website selbst

Kommen wir zu den “Großen” der Branche. Diese haben die Notwendigkeit von Employer Branding längst erkannt. Dementsprechend fokussiert gehen sie ihre Karriere-Präsenzen in verschiedenen Social Media-Kanälen an. Eine detaillierte Analyse aller Branchenprimi soll an dieser Stelle nicht erfolgen, stattdessen wollen wir stellvertretend die Vertreter Commerzbank, Postbank und HypoVereinsbank unter die Lupe nehmen.

Die letztgenannte Bank bietet ebenfalls eine Fanpage für den Berufsnachwuchs an, deswegen gilt unsere Betrachtung zunächst einmal dieser Page, die schon seit Februar 2010 bei Facebook online ist und derzeit 736 Fans verzeichnet. Motto der Seite: “Die HypoVereinsbank ist das deutsche Gesicht der UniCredit Bank, die junge Menschen sucht, die als Azubis oder Dual Studierende die Chancen in einem höchst dynamischen Umfeld nutzen wollen.” Etwas holprig und wohl auch nicht die richtige Ansprache für potenzielle Azubis. Ungeachtet dessen tauschen sich dort aktuelle Azubis untereinander aus und potenzielle Kandidaten bekommen einen ersten Einblick, wie die Ausbildung bei der HVB aussieht. Auch bei der Postbank-Page handelt es sich um eine (noch junge) Azubipage mit derzeit 202 Fans. Auch wenn solche Textwüsten Interessenten nicht wirklich attraktiv mitnehmen, ist es doch auch hier der Versuch, der zählt, über Facebook die junge Zielgruppe zu erreichen. Apropos “erreichen”: Selbst die Online-HR-Abteilung der Postbank versäumt es, ihre Facebook-Präsenz in die Karriere-Webseite einzubinden. Die Suche an dieser Stelle verläuft vergeblich

Letzter Kandidat im Reigen der Karriere-Fanpages deutscher Banken, die wir vorstellen wollen, ist die Commerzbank, die wohl den “professionellsten” Auftritt vorweist (Ein professionelles Äußeres bleibt in Social Media nur ein B-Faktor, vielmehr zählen Authentizität und Dialog!) und sich mit dem Seitennamen “Commerzbank Career” international gibt. Die Seite der Commerzbank richtet sich schwerpunktmäßig an potenzielle Trainees, dies vermittelt zumindest der Tab “Jobs”. Im Übrigen würde man hier wohl eher das erwarten, was auch drauf steht – Stellenangebote.
Darüber hinaus finden Bewerber aktuelle Informationen auf der Pinnwand und kann dort auch mit dem Commerzbank-Facebook-Team diskutieren.Dialog auf Augenhöhe ist leider auf Facebook-Pages keine Selbstverständlichkeit (wie die eben erwähnte Page der Sparkasse zeigt, denn dort können sich Fans nicht mit eigenen Beiträgen einbringen), ist aber einer der großen Vorteile gegenüber dialogschwachen Medien, wie der Karriere-Webseite.

Wall der Commerzbank Karriere-Page

Wall der Commerzbank Karriere-Page

Fazit

Auch wenn ein Post à la “Der Frühling ist da – und alles ist gelb: Osterglocken, Primeln und Forsythien blühen jetzt an jeder Ecke. Was sind deine gelben Lieblingsblumen?” keinen echten Mehrwert für den Ausbildungsplatz- oder Jobsuchende darstellt, so regt er doch zum digitalen Dialog an. Aktuell begleitete Karriere-Pages stellen für Bewerber eine hervorragende Möglichkeit dar, sich über neue Arbeitgeber zu informieren. Diese wiederum können so einfach wie nie zuvor in den Dialog mit einer Vielzahl von Bewerbern treten und dabei noch mehr über Interessen und Bedürfnisse ihrer immer härter umkämpften Mitarbeiter von morgen erfahren.

Über Meinungen und Erfahrungen zu Karriere-Fanpages auf Facebook, freuen wir uns in den Kommentaren.

hknabenreich
Apr 12, 2011

Karriere-Pages auf Facebook – Per Social Media an die richtigen Kandidaten?

In der letzten Zeit mischen immer mehr Unternehmen in Social Media mit und versuchen sich dort als Arbeitgeber zu positionieren. Ein Medium, an dem dabei scheinbar kein Weg vorbei geht, ist das soziale Netzwerk Facebook. Kein Social Network hat ein so enormes Wachstum und eine so enorme Reichweite und bietet darüber hinaus so viele Möglichkeiten, wie Facebook. Grund genug, sich einmal anzuschauen, welche Arbeitgeber dort aktiv sind, wie die Entwicklung in den letzten 12 Monaten war und worauf es letztendlich bei einer “guten” Facebook-Seite ankommt.

Gefällt mir!Facebook bietet Unternehmen über die Pages die Möglichkeit,  ihre Produkte oder Dienstleistungen eindrucksvoll zu präsentieren und mit den Kunden in den Dialog zu treten. Analog dazu gibt es die so genannten Karriere-Fanpages (oder einfach nur Pages, Fan wird man ja seit geraumer Zeit nicht  mehr), synonym auch Recruiting- oder Arbeitgeber-Pages (ersteres trifft nicht ganz den Kern, denn wahres Recruiting steht nicht im Fokus solcher Pages).

Hier eine Definition:
Eine Karriere-Fanpage ist eine Fanpage, bei der ein Unternehmen über sich als potenzieller Arbeitgeber informiert, Einblicke ins Arbeitsleben (in Wort und/oder Bild/Video) gibt, sich via Administrator oder Botschafter des Unternehmens (Mitarbeiter) mit seinen Fans austauscht und über aktuelle Jobs informiert. Die Karriere-Fanpage dient damit dazu, sich als attraktiver Arbeitgeber darzustellen und über den Dialog mit den Fans potenzielle Kandidaten zu gewinnen. Natürlich kann sich ein Unternehmen auch über eine “normale” Unternehmenspage positionieren. Einfluss hat auf die Arbeitgebermarke hat so eine Präsenz in jedem Fall. Nur ist eine Karriere-Page zielorientierter und vor allem dann die bessere Wahl, wenn ein Unternehmen mehrere Pages unterhält (wie z. B. BMW) und eine gewisse kritische Größe besitzt (z.B. DAX-Konzern).

Schauen wir uns nun also einmal die Entwicklung solcher Pages an. Heute vor einem Jahr gab es in Deutschland rund 7.616.200 aktive Nutzer. Zur gleichen Zeit präsentierten 23 Unternehmen ihr Unternehmen auf Facebook (die Dunkelziffer mag höher liegen, gezählt wurden hier nur Unternehmen, deren Seite klar als Karriere-Page zu erkennen war und regelmäßig gepflegt wurde). Pionier dabei war wohl die Siemens AG, die bereits im Oktober 2008 (!) an den Start ging. Zwar waren im vergangenen März rund 13.300 Nutzer Fan solcher Arbeitgeber-Pages, bezogen auf die Facebooknutzer in Deutschland waren das aber mal gerade 0,17 %. Bricht man das Ganze nun noch herunter auf die Gruppe der Schulabsolventen, Hochschulabsolventen und (Young) Professionals, also die Gruppe der 18 bis 34jährigen, so waren das nur 0,29 %. Nicht gerade viel.

Nun gut, innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Pages immerhin mehr als vervierfacht und wir zählen aktuell 102 Karriere- oder Arbeitgeberpages. Wie aber schaut es dann aus mit den Nutzerzahlen und den Fans solcher Karriere-Pages? Nun, während sich die Facebook-Nutzerzahlen in Deutschland mehr als verdoppelt haben (derzeit rund 16.215.400) und sich die Fans fast verzehnfacht haben (130.600, ein nicht unwesentlicher Anteil geht dabei auf das Konto von BMW und Lufthansa), macht das, gemessen an der Grundgesamtheit aller deutschen Facebookuser mal gerade 0,81 % aus. Nicht mal 1 %! Gemessen an der Altersgruppe der Kernzielgruppen sind es immerhin 1,47 %. Aber viel ist das nun auch nicht gerade…

Warum also sollte man als Unternehmen in Facebook mitmischen und sich als Arbeitgeber präsentieren? Ist meine Zielgruppe überhaupt in Facebook vertreten, nimmt sie das Angebot der Arbeitgeber wahr und vor allem  – entspricht das, was dort zu sehen ist, auch den Erwartungen und Wünschen der Zielgruppe? Dazu in der Folge ein paar Studienergebnisse und Hinweise, was eine gute Facebook-Page denn nun ausmacht. Aber eins nach dem anderen.

So hat z. B. eine Studie von Wiesbaden Business School, der Personalwirtschaft und Talential herausgefunden, dass nur 9 % der Befragten eine Zunahme der Arbeitgeberattraktivität durch Social Media Aktivitäten wahrgenommen haben. Der Studie zufolge klafft auch eine große Lücke zwischen dem, was Kandidaten erwarten und Unternehmen im Social Web bereitstellen. Diese fehlende Passung ermittelt auch der Social Media Navigator von Trendence.

Erwartungen werden nicht erfüllt – Quelle: Studie von Wiesbaden Business School, Personalwirtschaft und Talential

Kienbaum stellte im Sommer letzten Jahres fest, dass nicht mal 4 % der Befragten Fan einer Karriere-Page sind. Und auch hier war festzustellen: Die Erwartungen der Kandidaten werden nicht erfüllt. Weiterer Grund für die mangelnde Akzeptanz solcher Arbeitgeberpräsenzen ist aber einfach auch die Meinung, dass Privates und Berufliches nicht vermischt gehört und Facebook ausschließlich der privaten Nutzung vorbestimmt ist. Hinzukommen noch Bedenken gegenüber der Verletzung der Privatsphäre – dies lässt sich aber vor allem auf die Unwissenheit im Umgang mit Facebook zurückführen (denn letztendlich ist es wohl jedem so ergangen, dass er den Umgang mit Facebook erst einmal lernen musste, welche Optionen Facebook bietet, erschließt sich ja nun nicht wirklich auf den ersten Blick). Ein ganz wesentlicher weiterer Punkt ist einfach die Unwissenheit, dass man Facebook durchaus als Informationsmedium nutzen kann, um sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren. Aber das haben wohl die wenigsten auf dem Schirm, wie auch eine aktuell laufende Umfrage des Umfrage-Portals Studenten-Meinung und personalmarketing2null verdeutlicht. Dies könnte auch daran liegen, dass viele Unternehmen gar nicht auf ihre Aktivitäten hinweisen. Demnach ist die Akzeptanz im Verhältnis zu vergangenem Jahr gegenüber Facebook als Arbeitgeber-Präsenz deutlich gestiegen, es schlummern aber noch enorme Reserven!

Kennst du Karriere-Pages auf Facebook - Quelle: studenten-meinung.de/personalmarketing2null

Aber warum gibt es dann doch so viele mehr oder minder verwaiste Seiten und nur einige wenige wirklich positiv herausstechende Seiten? Hierzu verdeutlichen wir einmal kurz, welches die wesentlichen “Erfolgsfaktoren” einer Karriere-Page sind.

Auffindbarkeit, Klarname:
Auffindbarkeit über Google, Facebook, Karriere-Website
Klarname: Unternehmensname + Keyword, Vanity-URL = Seitenname

Vorstellung des Teams
Es geht um Menschen. Und als “Fan” möchte man wissen, mit wem man es zu tun hat und sich anvertraut.

Erkennbare Zielgruppenadressierung:
Wer soll angesprochen werden? Infos in Tab, Profilbild, Willkommenstab

Relevante Inhalte, passende Tonalität:
Nicht zu steif; aktivierender Text, nicht nur Links oder Bild, sondern anteasern/kommentieren. Mögliche Inhalte sind z. B. aktuelle Praktikumsstellen, Recruiting-Events, Vorstellen von Mitarbeitern, Stellenprofile (was macht eigentlich…); letztendlich gibt es aber kein Patentrezept und das Ganze ist abhängig von Branche, Unternehmen, Zielgruppe etc.

Nicht zu viel, nicht zu wenig posten:
Social Media Scientist Dan Zarrella empfiehlt max. 1 bis 2 x am Tag. Zu viel = Spam, zu wenig = Eindruck von mangelnder Pflege

Dialog mit der Zielgruppe:
Beiträge zulassen, Seite pflegen, auf Kommentare zeitnah eingehen.

Authentische Texte, Bilder, Videos, die den Arbeitgeber erlebbar machen:
Authentisch = echt!; sie wollen sich ja nicht bei allen anbiedern, sondern nur die erreichen, die wirklich zu Ihnen passen ;-)

Einbindung von Jobs:
steht immer an erster Stelle bei Umfragen (siehe auch oben), lässt sich auf vielfältigste Weise realisieren – Pinnwand, Notizen, Jobstriker, Jobs For Friends, Work 4 us, Jobware

So weit, so gut. Schaut man sich diese “Checkliste” an und vergleicht dann die bestehenden Pages, dem wird schnell klar werden, wie es zu entsprechenden Differenzen kommt. Und die Punkte entsprechend zu berücksichtigen, ist wichtig. Denn wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, steigern gut gemachte Karriere-Pages die Arbeitgeberattraktivität.

Das bedeutet aber auch, dass schlecht gemachte und lieblos gepflegte Karriere-Pages genau das Gegenteil erreichen: nämlich negative Auswirkungen auf das Arbeitgeberimage.

Wer nun wissen will, welche Arbeitgeber eine Karriere-Page auf Facebook unterhalten, findet hier eine Übersicht auf Facebook.

Und in Kürze auch hier. Denn hier werden wir nach und nach Karriere-Pages vorstellen, Infos zu Unternehmen und Branchen und den gesuchten Zielgruppen geben. Interessierte Unternehmen sind herzlich dazu eingeladen, sich aktiv einzubringen!

Ganzheitliches Employer Branding

Sie sind ein guter Arbeitgeber und wollen es greifbar machen? FeelGood@Work ist Ihr Sprachrohr im Internet und unser empfohlener Partner.

Soziale Nachhaltigkeit

Chance und Risiko zugleich. Wir beraten Sie hierzu gerne. Sie vermeiden damit die möglichen Fallstricke. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Professionelle Personalvermittlung

Sie sind auf der Suche nach einer professionellen Unterstützung bei der Personalsuche? Talential ist Ihr Recruiting-Partner und unser empfohlener Partner.


Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Newsletter rund um Employer Branding, Enterprise 2.0, Online Kommunikation und uns.
Melden Sie sich an!

Personalmarketing Studie 2011