embrander.de wächst und gedeiht
Heute mal in eigener Sache: Etwa vier Monate ist es her, dass wir von embrander unsere neue Webseite online gebracht haben.
Noch bis April 2011 war unter www.embrander.de der Prototyp unserer Social Employer Branding App zu finden, die auch heute noch online ist. Da das embrander-Team jedoch gewachsen war und unsere Beratungsleistungen in den Feldern Employer Branding und Enterprise 2.0 immer stärker nachgefragt wurden, haben wir den Bereich Managementberatung professionalisiert und ausgebaut. Dies sollte sich natürlich auch online widerspiegeln.

Mit einem frischen Design und einigen grundlegenden Infos zu unseren Leistungen sind wir an den Start gegangen.
Seitdem hat sich viel getan. Es ist großartig, dass wir derzeit mit einigen namhaften Kunden zusammenarbeiten und dass das Interesse an unseren Beratungsleistungen und an unserer Webseite zunimmt. Wir haben viel Feedback und Anregungen bekommen. Vielen Dank dafür!
Um dem Anspruch, der an uns gesetzt wird gerecht zu werden, haben wir in den letzten Tagen an vielen Ecken von embrander.de geschraubt, um ab heute mehr Informationen zu uns und dem Verständnis unserer Arbeit zu liefern, einige Hintergründe (1|2) zu unseren Kernthemen anzubieten und um noch mehr Anbindung in die sozialen Netzwerke zu erreichen.
Hier einige Änderungen in der Übersicht:
- Aufgeräumter Einstieg

Kompakt zusammengefasst erfährt der Besucher von embrander.de auf der Startseite wo er gelandet ist und was er bei uns erwarten darf. Wichtig war uns eine gelungene Social Media-Integration. Von Anfang an begleiten den User die Infoboxen zu unserem Twitter-Account und zur facebook-Seite in der rechten Sidebar, unterhalb der Volltextsuche. Die Wortwolke spiegelt alle Texte auf embrander.de und unserem Blog wieder.
- Die neue Navigation bietet Zugriff auf noch mehr Inhalte
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Das Navigationsmenü weist auf die größten inhaltlichen Neuerungen hin. Die Seiten “Consulting” und “Veröffentlichungen” bringen einiges mehr an Tiefe auf die Webseite. Für eine bessere Übersichtlichkeit öffnet sich beim Zeigen auf Consulting eine weitere Menüebene mit den Schwerpunktbereichen “Enterprise 2.0” und “Personalmarketing” sowie ein Einblick in unser Beratungsverständnis.
- Social Media Integration

Zusätzlich zu den bekannten Like- und Tweet-Buttons finden sich unter den Überschriften einer jeden Seite nun auch der +1 Button von Google und der Share-Button von LinkedIn. Es ließen sich eine ganze Reihe weiterer Plugins zum Sharen an soziale Plattformen und Bookmarking-Dienste einbinden. Zugunsten der Ladezeiten und um den Fokus zu behalten, belassen wir es aktuell auf diese vier wichtigen Vertreter. Zusätzlich lassen sich Blogposts mit dem facebook Share-Button an den eigenen “Freundeskreis” weiterleiten.
Bei genauem Hinsehen finden sich einige Details mehr, z.B. unser neues Favicon oder Infos über unseren wissenschaftlichen Sparringspartner.
Unter der Haube haben wir versucht, an der Seiten-Performance zu arbeiten, noch mehr Multibrowser-Freundlichkeiten anzubieten und den Code zu optimieren.
Findet ihr die Änderungen gelungen?
Wir wissen, dass viel zu tun bleibt. Über Anregungen, Kritik und Ideen zur Seite und zum Blog freuen wir uns zu jeder Zeit.
Viel Spaß bei Kennenlernen der neuen Inhalte von embrander.de
Die Facebook Welt in Zahlen: Nutzer, Wachstumsrate und Penetrationsgrad
In den letzten Tagen ist die Zahl 100 Mrd. Euro als Bewertung für Facebook in den Medien aufgetaucht. Zum Vergleich: Damit wäre Facebook genauso viel wert wie SAP und Daimler zusammen, mehr wert als jedes Unternehmen in Deutschland (Siemens Nr. 1 mit 80 Mrd. Euro) und in den Top 40 der teuersten Unternehmen der Welt. Aber so lange es einen gibt, der das bezahlt kann es Facebook ja nur recht sein.
Vor diesem Hintergrund dachten wir, dass es wieder an der Zeit ist, uns die aktuellen Zahlen rund um Facebook anzuschauen. Wir hatten vor einem knappen Jahr einen langen Beitrag über die Social Networks in Deutschland geschrieben, der sich großer Beliebtheit erfreut hat. Damals lag der Penetrationsgrad (= Anzahl Nutzer / Anzahl Einwohner) von Facebook in Deutschland bei 12% und in den USA bei 41%. In einem Jahr hat Facebook in Deutschland stark zugelegt. Allein in den letzten 6 Monaten war es ein Nutzerzuwachs in Höhe von 36%. So liegt in Deutschland – Stand 14.06.2011 – der Penetrationsgrad mit 19 Mio. Nutzern bei 23%.
Die nachfolgende Grafik von der FAZ zeigt eine tolle Übersicht über die Facebook Welt in Zahlen: Anzahl Nutzer, Wachstumsrate und Penetrationsgrad.
Von der Dynamik in Social Media gelernt – Über die Entstehung der Idee eines Karriere-Page-Rankings auf Facebook
“Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück”
Dieser Satz stammt vom chinesischen Philosophen Laozi und passt bildsprachlich wunderbar auf den Fluss “Social Media”, durch den wir uns tagtäglich hindurch bewegen – am besten vorwärts.
Auch wir haben dazugelernt. Mitte April haben wir auf dem embrander blog den Startschuss für eine Reihe gegeben, in der wir an dieser Stelle nach und nach einen Überblick über alle deutschen Karriere-Pages auf facebook geben wollen. Der Beitrag “Karriere-Pages auf Facebook – Per Social Media an die richtigen Kandidaten?” stieß auf viel positive Resonanz und aus unterschiedlichsten Twitter-Ecken gab es Lob für die Anregungen, die wir versucht haben zu geben. Vielen Dank dafür!
Ebenfalls Lob, aber auch Kritik gab es dann auf den ersten Beitrag der Serie, der sich mit den Karriere-Facebook-Seiten der deutschen Bankenlandschaft auseinandersetzte. So haben wir zu Beginn eine Aussage darüber getroffen, wie viel Prozent der deutschen Facebook-Userschaft durch Karriere-Pages erreicht werden – nämlich unter 1%. Aber spielt die Anzahl der Fans überhaupt eine Rolle? Eine Frage, die sich nicht in einem Satz beantworten lässt. Zum Bankenartikel schrieb unser Leser Chris in einem Kommentar, “eine sehr oberflächliche Behandlung” oder “ganz oder gar nicht”.
Dann doch lieber ganz!
Wir haben uns im Team die Frage gestellt, wie wir mehr Vergleichbarkeit und Transparenz in die Betrachtung der Karriere-Seiten auf Facebook bringen können und glauben eine Antwort gefunden zu haben.
Was embrander-Berater Henner Knabenreich im April 2010 schon einmal auf seinem Blog personalmarketing2null für die damals ersten 23 Karriere-Pages machte und was Atenta mit ihrer Facebook-App anhand von Fanzahlen macht, wollen wir noch besser machen: Ein Ranking für Karriere-Pages auf Facebook.
Alle Facebook-Karriere-Seiten, die wir künftig vorstellen werden, überprüfen wir mit einem detaillierten Kriterienkatalog auf Herz und Nieren, sodass am Ende jede Page einen Wert erhält und sich daraus ein ständig wachsendes Ranking ergibt. Es ist ein Experiment und wir werden sehen, wohin das führt. Natürlich werden wir die Kriterien offen legen, sodass jeder das Ergebnis einer Fanpage nachvollziehen kann. Der Katalog erarbeiten wir gerade. Vorab möchten wir einen Einblick in die Kategorien geben, nach denen bewertet wird:
Zugang und Auffindbarkeit
Das A und O für den initialen Erfolg einer Facebook-Page. Hierunter fallen die Verknüpfung vom Karriereportal auf der Unternehmenswebseite, Suchmaschinen- und facebook Suchergebnisse, Vanity URL, usw.
Inhalte
Statt einer qualitativen Wertung der Seiteninhalte schauen wir auf Art und Umfang der Inhalte und Angebote, auf die Vollständigkeit von Informationen, auf Zielgruppenansprache, Veranstaltungen, usw.
Interaktion
Hiervon lebt eine gute Karriere-Page. Welche Möglichkeiten bietet die Seite, wie schnell und zuverlässig reagieren Mitarbeiter auf Anfragen, wie hoch ist die Engagement-Rate und wie verhalten sich Likes und Kommentare in Relation zur Fanzahl?
Authentizität
Wir wollen zeigen, dass diese Social Media-Überschrift auch ganz praktisch mit Leben gefüllt werden kann. Gelingt das dem Unternehmen? Werden die Ansprechpartner der Seite vorgestellt und wenn ja, wie? Geben Fotos und Videos “echte” Einblicke ins Unternehmen oder handelt es sich um PR-Material? Erhalten Interessenten individuelle Antworten oder vorgefertigte Phrasen?
Gestaltung und Design
Facebook gibt Page-Betreibern einen bunten Strauß an Individualisierungsmöglichkeiten an die Hand. Wir überprüfen den Einsatz von Landingpages und Apps, aber auch die Übersichtlichkeit und den Wiedererkennungswert.
Wir lassen harte und halbweiche Faktoren in das Ranking einfließen, nicht jedoch weiche Faktoren und solche, die im individuellen Auge des Betrachters liegen, wie Tonalität, inhaltliche Aussagekraft und dergleichen mehr.
Welche Kriterien sind wichtig und welche sollten nicht ins “embrander Karriere-Page-Ranking auf Facebook” eingehen? Über Vorschläge und Einschätzungen dazu würden wir uns sehr in den Kommentaren und auf Twitter freuen.
Bald geht es los, wir freuen uns darauf!
Jobsuche via Facebook – Mit Facebook zum Banker?
In unserem Beitrag zum Auftakt hatten wir auf die Facebook Karriere-Pages hingewiesen und angekündigt, Unternehmen bzw. Branchen vorzustellen, die (mehr oder weniger) aktiv in der Ansprache des Nachwuchses von morgen sind. Warum wir das machen? Nun, wir wollen einmal mehr darauf hinweisen, wie man das Medium Facebook auch mit einbeziehen kann, wenn man sich über potenzielle Arbeitgeber oder Jobs informieren möchte. In erster Linie sind hier natürlich die Unternehmen gefordert. Aber leider ist es alles andere als ein Einzelfall, dass ein Unternehmen eine Karriere-Page auf Facebook betreibt, seine potenziellen Kandidaten aber im Unklaren darüber lässt. Weder auf der Karriere-Website noch in Printmedien werden potenzielle Mitarbeiter darauf hingewiesen, dass es eine Arbeitgeber-Präsenz auf Facebook gibt. So weisen bspw. nur drei von 15 Unternehmen, die auf Facebook mit einer Karriere-Page vertreten sind, in einschlägigen Zielgruppenmagazinen (UNICUM, Abimagazin u. a.) auf ihre Page hin. Zufall? Nachlässigkeit? Unwissenheit?
Wie auch immer, wir wollen Licht ins Dunkel bringen und Azubis und andere Bewerber auf die Möglichkeit hinweisen, soziale Netzwerke wie Facebook auch für die Jobsuche zu nutzen. Am einfachsten geht das natürlich über Facebook selbst. Einfach den Begriff “Karriere”, “Ausbildung” oder den Unternehmensnamen ins Suchfenster bei Facebook eingeben und man erhält eine Auflistung passender Unternehmen und Themenseiten. Eine dieser Themenseite mit dem Fokus Karriere ist “Karriere-Fanpages auf Facebook“. Dort erhält der Nutzer eine Übersicht über alle Karriere-Seiten im deutschen Facebook-Raum und seit kurzem gesondert ausgewiesen, eine Übersicht über Ausbildungsfanpages.
Nun einen Schritt weiter: Wir werfen einen Blick auf den Berufswunsch “Banker”.
Traumberuf Banker?
“Ich werde Banker!” lautet das Motto der Page von Auszubildenden der Volksbank Lübeck und anderer Volks- und Raiffeisenbanken, die über ihren Berufsalltag berichten. Die Autoren gehen auf sympathische Weise mit dem einen oder anderen Bankerklischee um, räumen mal damit auf und erfüllen es hin und wieder auch. Die Seite gehört zu den jüngeren und entwickelt sich mit aktuell 294 Fans recht gut.
Bleiben wir bei den Volksbanken. Auch die Volksbank Triberg versucht über ihre Facebook-Page potenzielle Kandidaten zu erreichen. Mit aktuell 56 Nutzern, die sich entschieden haben, den “Gefällt mir”-Button zu klicken, hält sich der Erfolg dieses Vorhabens bislang in Grenzen.
Als ” Jobportal der Volksbank Triberg” fehlt der Seite etwas ganz Wesentliches, nämlich die Jobs selbst. Auch wirbt die Voba mit der Auszeichnung Top Arbeitgeber 2010 – warum das so ist, bleibt aber im Dunkeln. ein Blick auf die Website zeigt schnell, warum der Versuch zukünftige Mitarbeiter über Facebook anzusprechen, bisweilen auch ein Versucht bleibt: Während die “normale” Facebook-Page, die mit mehr als 2000 Fans gut anzukommen scheint und prominent verlinkt ist, bleibt ein Hinweis auf die Abteilung “Karriere” auf Facebook aus.
Ebenso Luft nach oben bietet der dritte regionale Vertreter unter den Pages für künftige Auszubildende, die Sparkasse Verst-Recklinghausen. Gerade einmal 18 Fans zählt diese Seite. Kardinalfehler auch hier, einen Hinweis auf die Page auf der Webseite der Sparkasse sucht man vergeblich. Schade eigentlich, ist die Seite selbst doch ein Hingucker und bietet mehr zielgruppenspezifische Informationen, als die Internetseite der Bank. Allen dreien wünschen wir eine gute Entwicklung – der Trend ist erkannt.

Sparkasse Recklinghausen Vest - ansprechend gestalteter Reiter mit mehr Infos als auf der Website selbst
Kommen wir zu den “Großen” der Branche. Diese haben die Notwendigkeit von Employer Branding längst erkannt. Dementsprechend fokussiert gehen sie ihre Karriere-Präsenzen in verschiedenen Social Media-Kanälen an. Eine detaillierte Analyse aller Branchenprimi soll an dieser Stelle nicht erfolgen, stattdessen wollen wir stellvertretend die Vertreter Commerzbank, Postbank und HypoVereinsbank unter die Lupe nehmen.
Die letztgenannte Bank bietet ebenfalls eine Fanpage für den Berufsnachwuchs an, deswegen gilt unsere Betrachtung zunächst einmal dieser Page, die schon seit Februar 2010 bei Facebook online ist und derzeit 736 Fans verzeichnet. Motto der Seite: “Die HypoVereinsbank ist das deutsche Gesicht der UniCredit Bank, die junge Menschen sucht, die als Azubis oder Dual Studierende die Chancen in einem höchst dynamischen Umfeld nutzen wollen.” Etwas holprig und wohl auch nicht die richtige Ansprache für potenzielle Azubis. Ungeachtet dessen tauschen sich dort aktuelle Azubis untereinander aus und potenzielle Kandidaten bekommen einen ersten Einblick, wie die Ausbildung bei der HVB aussieht. Auch bei der Postbank-Page handelt es sich um eine (noch junge) Azubipage mit derzeit 202 Fans. Auch wenn solche Textwüsten Interessenten nicht wirklich attraktiv mitnehmen, ist es doch auch hier der Versuch, der zählt, über Facebook die junge Zielgruppe zu erreichen. Apropos “erreichen”: Selbst die Online-HR-Abteilung der Postbank versäumt es, ihre Facebook-Präsenz in die Karriere-Webseite einzubinden. Die Suche an dieser Stelle verläuft vergeblich…
Letzter Kandidat im Reigen der Karriere-Fanpages deutscher Banken, die wir vorstellen wollen, ist die Commerzbank, die wohl den “professionellsten” Auftritt vorweist (Ein professionelles Äußeres bleibt in Social Media nur ein B-Faktor, vielmehr zählen Authentizität und Dialog!) und sich mit dem Seitennamen “Commerzbank Career” international gibt. Die Seite der Commerzbank richtet sich schwerpunktmäßig an potenzielle Trainees, dies vermittelt zumindest der Tab “Jobs”. Im Übrigen würde man hier wohl eher das erwarten, was auch drauf steht – Stellenangebote.
Darüber hinaus finden Bewerber aktuelle Informationen auf der Pinnwand und kann dort auch mit dem Commerzbank-Facebook-Team diskutieren.Dialog auf Augenhöhe ist leider auf Facebook-Pages keine Selbstverständlichkeit (wie die eben erwähnte Page der Sparkasse zeigt, denn dort können sich Fans nicht mit eigenen Beiträgen einbringen), ist aber einer der großen Vorteile gegenüber dialogschwachen Medien, wie der Karriere-Webseite.
Fazit
Auch wenn ein Post à la “Der Frühling ist da – und alles ist gelb: Osterglocken, Primeln und Forsythien blühen jetzt an jeder Ecke. Was sind deine gelben Lieblingsblumen?” keinen echten Mehrwert für den Ausbildungsplatz- oder Jobsuchende darstellt, so regt er doch zum digitalen Dialog an. Aktuell begleitete Karriere-Pages stellen für Bewerber eine hervorragende Möglichkeit dar, sich über neue Arbeitgeber zu informieren. Diese wiederum können so einfach wie nie zuvor in den Dialog mit einer Vielzahl von Bewerbern treten und dabei noch mehr über Interessen und Bedürfnisse ihrer immer härter umkämpften Mitarbeiter von morgen erfahren.
Über Meinungen und Erfahrungen zu Karriere-Fanpages auf Facebook, freuen wir uns in den Kommentaren.
Was hat Social Media mit Gorillas zu tun? – Wir haben die Antwort

Es gibt viele gute Gründe, warum Unternehmen dieser Tage ins Social Web gehen. Man will “menschlicher auftreten und näher bei den Kunden sein”, ist ein gern genannter Grund. Der Freundschaftsbegriff ist in sozialen Netzwerken manchmal schon überstrapaziert, aber vor allem durch Facebook der Terminus der Stunde.
Authentizität spielt fraglos eine Schlüsselrolle, wenn es darum geht, sich und seine Marke erfolgreich durch den Social Media Dschungel zu manövrieren. Wer es mit Social Media Aktivitäten ernst meint und es schafft, Ausschnitte des eigenen Unternehmens glaubwürdig ins Netz zu bringen, der wird langfristig die Früchte dafür ernten können.
Menschlichkeit, Authentizität und Ernsthaftigkeit waren dann auch die Zutaten für Idee zu einem sozialen Projekt, dem wir uns mit embrander erstmals zu unserer Präsentation auf der Internet World Messe 2011 in München verschrieben haben.
Der Titel: “Social muss ernst gemeint sein”.

Unsere Idee: Für jede Visitenkarte, die während der beiden Messetage in unserer Box landet, spenden wir 1 Euro an das Gorilla-Projekt des WWF.
Warum Gorillas? Hier war die letzte erwähnte Social Media-Zutat entscheidend: “Freundschaft”. Die Gorillas zählen zu den nächsten Verwandten der Menschen und in ihrer Heimat, im Regenwald der Zentralafrikanischen Republik, sogar zu Freunden.
Leider droht der tropische Regenwald als Lebensraum der Gorillas Säge und Axt zum Opfer zu fallen und auch die illegale Jagd auf Gorillas stellt eine echte Bedrohung dar. Der WWF hat ein Schutzprogramm für Westlichen Flachlandgorillas im Kongobecken aufgelegt und wir haben uns entschieden, dieses künftig zu unterstützen. Wer sich noch näher mit dem Thema beschäftigen will, erhält weitere Informationen direkt beim WWF.
Das Ergebnis
Nach der Rückkehr aus München wurden nun unter Aufsicht ernstzunehmender Gorilla-Freunde die gesammelten Visitenkarten gezählt: Fast hundert Messebesucher haben unsere Aktion unterstützt und ihre Visitenkarte für den guten Zweck gespendet. Mit Hilfe zweier Visitenkarten unserer Berater Florian Schreckenbach und Andreas Küffner haben wir die hundert am Ende vollgemacht. Das macht 100 Euro zur Rettung der Gorillas.
Am Ende? Noch nicht ganz!
Die Internet World wurde auf unsere Aktion aufmerksam und fand offenbar genauso viel Gefallen daran wie wir. Die Messe zögerte nicht lange und verdoppelte den Betrag kurzerhand. Das freut uns sehr und wir schicken auf diesem Weg noch mal ein großes Dankeschön im Namen aller Gorillas nach München!
Unterm Strich konnten wir als 200 Euro an den WWF überweisen. In den nächsten Tagen erhalten wir eine Urkunde für das Engagement. Diese trägt dann aber nicht den Spendernamen “embrander”, sondern “Die Messebesucher der Internet World Messe 2011.”
Wir hatten viel Spaß mit dieser Aktion und da Ernsthaftigkeit in Social Media auch etwas mit Kontinuität zu tun hat, bleiben wir an dem Thema dran. Unser nächstes Ziel ist die Patenschaft für einen “eigenen” Gorilla. Wie wir das erreichen wollen, erfahren Sie zu gegebener Zeit auf unserem Blog.
Wir sagen “Vielen Dank!” an alle Unterstützer.
Karriere-Pages auf Facebook – Per Social Media an die richtigen Kandidaten?
In der letzten Zeit mischen immer mehr Unternehmen in Social Media mit und versuchen sich dort als Arbeitgeber zu positionieren. Ein Medium, an dem dabei scheinbar kein Weg vorbei geht, ist das soziale Netzwerk Facebook. Kein Social Network hat ein so enormes Wachstum und eine so enorme Reichweite und bietet darüber hinaus so viele Möglichkeiten, wie Facebook. Grund genug, sich einmal anzuschauen, welche Arbeitgeber dort aktiv sind, wie die Entwicklung in den letzten 12 Monaten war und worauf es letztendlich bei einer “guten” Facebook-Seite ankommt.
Facebook bietet Unternehmen über die Pages die Möglichkeit, ihre Produkte oder Dienstleistungen eindrucksvoll zu präsentieren und mit den Kunden in den Dialog zu treten. Analog dazu gibt es die so genannten Karriere-Fanpages (oder einfach nur Pages, Fan wird man ja seit geraumer Zeit nicht mehr), synonym auch Recruiting- oder Arbeitgeber-Pages (ersteres trifft nicht ganz den Kern, denn wahres Recruiting steht nicht im Fokus solcher Pages).
Hier eine Definition:
Eine Karriere-Fanpage ist eine Fanpage, bei der ein Unternehmen über sich als potenzieller Arbeitgeber informiert, Einblicke ins Arbeitsleben (in Wort und/oder Bild/Video) gibt, sich via Administrator oder Botschafter des Unternehmens (Mitarbeiter) mit seinen Fans austauscht und über aktuelle Jobs informiert. Die Karriere-Fanpage dient damit dazu, sich als attraktiver Arbeitgeber darzustellen und über den Dialog mit den Fans potenzielle Kandidaten zu gewinnen. Natürlich kann sich ein Unternehmen auch über eine “normale” Unternehmenspage positionieren. Einfluss hat auf die Arbeitgebermarke hat so eine Präsenz in jedem Fall. Nur ist eine Karriere-Page zielorientierter und vor allem dann die bessere Wahl, wenn ein Unternehmen mehrere Pages unterhält (wie z. B. BMW) und eine gewisse kritische Größe besitzt (z.B. DAX-Konzern).
Schauen wir uns nun also einmal die Entwicklung solcher Pages an. Heute vor einem Jahr gab es in Deutschland rund 7.616.200 aktive Nutzer. Zur gleichen Zeit präsentierten 23 Unternehmen ihr Unternehmen auf Facebook (die Dunkelziffer mag höher liegen, gezählt wurden hier nur Unternehmen, deren Seite klar als Karriere-Page zu erkennen war und regelmäßig gepflegt wurde). Pionier dabei war wohl die Siemens AG, die bereits im Oktober 2008 (!) an den Start ging. Zwar waren im vergangenen März rund 13.300 Nutzer Fan solcher Arbeitgeber-Pages, bezogen auf die Facebooknutzer in Deutschland waren das aber mal gerade 0,17 %. Bricht man das Ganze nun noch herunter auf die Gruppe der Schulabsolventen, Hochschulabsolventen und (Young) Professionals, also die Gruppe der 18 bis 34jährigen, so waren das nur 0,29 %. Nicht gerade viel.
Nun gut, innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Pages immerhin mehr als vervierfacht und wir zählen aktuell 102 Karriere- oder Arbeitgeberpages. Wie aber schaut es dann aus mit den Nutzerzahlen und den Fans solcher Karriere-Pages? Nun, während sich die Facebook-Nutzerzahlen in Deutschland mehr als verdoppelt haben (derzeit rund 16.215.400) und sich die Fans fast verzehnfacht haben (130.600, ein nicht unwesentlicher Anteil geht dabei auf das Konto von BMW und Lufthansa), macht das, gemessen an der Grundgesamtheit aller deutschen Facebookuser mal gerade 0,81 % aus. Nicht mal 1 %! Gemessen an der Altersgruppe der Kernzielgruppen sind es immerhin 1,47 %. Aber viel ist das nun auch nicht gerade…
Warum also sollte man als Unternehmen in Facebook mitmischen und sich als Arbeitgeber präsentieren? Ist meine Zielgruppe überhaupt in Facebook vertreten, nimmt sie das Angebot der Arbeitgeber wahr und vor allem – entspricht das, was dort zu sehen ist, auch den Erwartungen und Wünschen der Zielgruppe? Dazu in der Folge ein paar Studienergebnisse und Hinweise, was eine gute Facebook-Page denn nun ausmacht. Aber eins nach dem anderen.
So hat z. B. eine Studie von Wiesbaden Business School, der Personalwirtschaft und Talential herausgefunden, dass nur 9 % der Befragten eine Zunahme der Arbeitgeberattraktivität durch Social Media Aktivitäten wahrgenommen haben. Der Studie zufolge klafft auch eine große Lücke zwischen dem, was Kandidaten erwarten und Unternehmen im Social Web bereitstellen. Diese fehlende Passung ermittelt auch der Social Media Navigator von Trendence.
Kienbaum stellte im Sommer letzten Jahres fest, dass nicht mal 4 % der Befragten Fan einer Karriere-Page sind. Und auch hier war festzustellen: Die Erwartungen der Kandidaten werden nicht erfüllt. Weiterer Grund für die mangelnde Akzeptanz solcher Arbeitgeberpräsenzen ist aber einfach auch die Meinung, dass Privates und Berufliches nicht vermischt gehört und Facebook ausschließlich der privaten Nutzung vorbestimmt ist. Hinzukommen noch Bedenken gegenüber der Verletzung der Privatsphäre – dies lässt sich aber vor allem auf die Unwissenheit im Umgang mit Facebook zurückführen (denn letztendlich ist es wohl jedem so ergangen, dass er den Umgang mit Facebook erst einmal lernen musste, welche Optionen Facebook bietet, erschließt sich ja nun nicht wirklich auf den ersten Blick). Ein ganz wesentlicher weiterer Punkt ist einfach die Unwissenheit, dass man Facebook durchaus als Informationsmedium nutzen kann, um sich über potenzielle Arbeitgeber zu informieren. Aber das haben wohl die wenigsten auf dem Schirm, wie auch eine aktuell laufende Umfrage des Umfrage-Portals Studenten-Meinung und personalmarketing2null verdeutlicht. Dies könnte auch daran liegen, dass viele Unternehmen gar nicht auf ihre Aktivitäten hinweisen. Demnach ist die Akzeptanz im Verhältnis zu vergangenem Jahr gegenüber Facebook als Arbeitgeber-Präsenz deutlich gestiegen, es schlummern aber noch enorme Reserven!
Aber warum gibt es dann doch so viele mehr oder minder verwaiste Seiten und nur einige wenige wirklich positiv herausstechende Seiten? Hierzu verdeutlichen wir einmal kurz, welches die wesentlichen “Erfolgsfaktoren” einer Karriere-Page sind.
Auffindbarkeit, Klarname:
Auffindbarkeit über Google, Facebook, Karriere-Website
Klarname: Unternehmensname + Keyword, Vanity-URL = Seitenname
Vorstellung des Teams
Es geht um Menschen. Und als “Fan” möchte man wissen, mit wem man es zu tun hat und sich anvertraut.
Erkennbare Zielgruppenadressierung:
Wer soll angesprochen werden? Infos in Tab, Profilbild, Willkommenstab
Relevante Inhalte, passende Tonalität:
Nicht zu steif; aktivierender Text, nicht nur Links oder Bild, sondern anteasern/kommentieren. Mögliche Inhalte sind z. B. aktuelle Praktikumsstellen, Recruiting-Events, Vorstellen von Mitarbeitern, Stellenprofile (was macht eigentlich…); letztendlich gibt es aber kein Patentrezept und das Ganze ist abhängig von Branche, Unternehmen, Zielgruppe etc.
Nicht zu viel, nicht zu wenig posten:
Social Media Scientist Dan Zarrella empfiehlt max. 1 bis 2 x am Tag. Zu viel = Spam, zu wenig = Eindruck von mangelnder Pflege
Dialog mit der Zielgruppe:
Beiträge zulassen, Seite pflegen, auf Kommentare zeitnah eingehen.
Authentische Texte, Bilder, Videos, die den Arbeitgeber erlebbar machen:
Authentisch = echt!; sie wollen sich ja nicht bei allen anbiedern, sondern nur die erreichen, die wirklich zu Ihnen passen ;-)
Einbindung von Jobs:
steht immer an erster Stelle bei Umfragen (siehe auch oben), lässt sich auf vielfältigste Weise realisieren – Pinnwand, Notizen, Jobstriker, Jobs For Friends, Work 4 us, Jobware
So weit, so gut. Schaut man sich diese “Checkliste” an und vergleicht dann die bestehenden Pages, dem wird schnell klar werden, wie es zu entsprechenden Differenzen kommt. Und die Punkte entsprechend zu berücksichtigen, ist wichtig. Denn wie eine aktuelle Untersuchung zeigt, steigern gut gemachte Karriere-Pages die Arbeitgeberattraktivität.
Das bedeutet aber auch, dass schlecht gemachte und lieblos gepflegte Karriere-Pages genau das Gegenteil erreichen: nämlich negative Auswirkungen auf das Arbeitgeberimage.
Wer nun wissen will, welche Arbeitgeber eine Karriere-Page auf Facebook unterhalten, findet hier eine Übersicht auf Facebook.
Und in Kürze auch hier. Denn hier werden wir nach und nach Karriere-Pages vorstellen, Infos zu Unternehmen und Branchen und den gesuchten Zielgruppen geben. Interessierte Unternehmen sind herzlich dazu eingeladen, sich aktiv einzubringen!
Social Media im europäischen Vergleich: Die Deutschen sind am inaktivsten
Laut einer Forrester Studie gehören die Deutschen zu den Inaktivsten Nutzern von Social Media in Europa. In der Studie wurde das Nutzungsverhalten von Social Media im internationalen Vergleich betrachtet. Die generelle Beobachtung:
Social media adoption in Europe continues to grow: 68% of online Europeans now use social technologies each month, up from 61% in 2009. Not only has the use of social networks grown significantly in the past year — from 30% in 2009 to 41% in 2010 — but a new social behavior, based around rapid conversations on Twitter and social networks, has quickly established itself as a mainstay of the social space.
Ein Wachstum der generellen Social Media Nutzung ist nicht weiter überraschend. Überraschend finde ich aber, wie sich Deutschland im europäischen Vergleich schlägt. Mit 48% (der Internet-Nutzer) gehört knapp die Hälfte der Deutschen zu der Gruppe der “Inactives”. Inactives sind Nutzer, die Social Media weder konsumieren noch kreieren (“Neither create nor consume social media of any kind”- aus der Definition auf Slideshare).
Im europäischen Vergleich sind sie damit mit Abstand das Land mit den inaktivsten Nutzern. Die Franzosen – immerhin das zweitinaktivste Land – haben mit 34% eine deutlich niedrigere Quote. Dahinter folgen die Briten mit 29%.
Angesichts der Zahlen ist nicht verwunderlich, dass Deutschland in den anderen Gruppen (Spectators, Conversationalists, Creators etc.) im Vergleich gering vertreten ist. Deutschland hat in allen Gruppen den kleinsten Anteil der untersuchten europäischen Länder.
Subjektiv betrachtet würde ich Deutschland durchaus als social-media-affines Land bezeichnen. Die Forrester-Zahlen sprechen aber eine andere Sprache. Ich habe keine Ahnung wie diese erhoben wurden. Es ist anzunehmen, das etliche Unschärfen enthalten sind. Da die Zahlen so deutlich sind, kann man aber sicherlich von einer signifikanten Tendenz sprechen. Ein ähnliches Verhältnis – zumindest in Bezug auf die Facebook-Nutzung – habe ich auch bei Nielsen gefunden.
Was bleibt ist die Frage: Warum sind die Deutschen so zurückhaltend bei der Nutzung von Social Media?
Über Meinungen in den Kommentaren freue ich mich.
Hinweis: Zur Erläuterung der einzelnen Nutzergruppen hier noch eine Definition.
Social Media Governance in deutschen Unternehmen – Eine Studie gibt Antwort
Passend zu unserem letzten Beitrag über Social Media bzw. Social Networks in Deutschland in Zahlen haben wir eine Studie zum Thema Social Media Governance gefunden. 1.007 Unternehmen ließen sich zu den unterschiedlichsten Themen in den Bereichen Social Media (Strategien, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten), Unternehmenskommunikation (Tools, Relevanz, Chancen und Risiken) und dem Zusammenhang von Kompetenzen, Strategien, Aktivitäten und Governance-Strukturen befragen.
Herausgekommen ist die “Social Media Governance 2010” Studie durchgeführt von der Universität Leipzig, Fink & Fuchs und Pressesprecher. Die deutschlandweite Onlinebefragung, welche binnen 3 Wochen im Juli 2010 stattfand, befragte vor allem Kommunikationsmanager und PR-Verantwortliche von Unternehmen, Behörden sowie Non-Profit-Organisationen. Aussen vorgelassen wurden hier Agenturen und Berater.
Eigene Grafik, Quelle
Fast die Hälfte der Befragten (44,7%) ist in einem nicht-börsenorientiertem Unternehmen tätig und weniger als ein Fünftel (17,8%) ist hingegen in einer börsenorientierten Struktur involviert. Die restlichen 27,5 % entfallen somit auf Behörden, eine politische Organisation, einen Verband oder auf eine Non-Profit-Organisation.
Einen kleinen Überblick über die Größe der jeweiligen Organisation geben folgende Mitarbeiterzahlen:
Eigene Grafik, Quelle
Die Befragung ergab 3 Gruppen: aktuell Social Media einsetzende Unternehmen (54%), Unternehmen, welche den Einsatz von Social Media planen (14%) sowie Unternehmen, welche den Einsatz aktuell nicht betreiben und auch nicht planen (32%).
Der Großteil der Kommunikationsmanager sieht den Vorteil von Social Media hauptsächlich darin, zusätzliche Informationen schnell zu verbreiten. Danach folgt für knapp die Hälfte der Befragten die Verbesserung des Services und eine bessere Kundenbindung, sowie die vereinfachte Beobachtung der öffentlichen Meinung. Nachteilig betrachtet wird von 66,2% der schlecht steuerbare Kommunikationsverlauf, als auch die “Pflicht”/Notwendigkeit des zeitnahen Reagierens von Unternehmensseite aus.
Die Zustimmung, dass Social Media eine “überbewertete Modeerscheinung” sei ist jedoch sehr gering. Je länger eine Organisation bereits SocialMedia einsetzt,
desto stärker erkennen die Befragten den Nutzen. Die private Nutzung unter den Kommunikationsmanagern ist jedoch gering: so nutzen gerade einmal knapp ein Drittel der Befragten (knapp 31%) das Social Web täglich, 27,5% mehrmals die Woche und max. einmal pro Woche sind hier gerade noch 28,2% aktiv. Bei 13,5% erfolgt privat keinerlei Nutzung dieses Mediums/dieser Möglichkeiten/Tools.
Bei diesen Zahlen ist es nicht verwunderlich, dass viele der Befragten lediglich geringe oder durchschnittliche Kenntnisse aufweisen können (1: keine Kenntnisse; 5: Profi):
Dieser Mangel an Wissen wird vor allem auch in den gravierenden Unterschieden in Bezug auf Einsatzzeiten von Social Media deutlich. Ist bei 60% der Unternehmen die eigene Internetspräsenz ein fester Bestandteil der Unternehmenskommunikation, nutzen lediglich 6% der Unternehmen Social Media seit mehr als 3 Jahren. Fast ein Drittel (rund 31%) haben aktuell noch gar keine Bemühungen/Bestreben in diese Richtung. Welche Organisationen zeitlich am längsten dabei sind oder erst seit kurzem präsent zeigt folgende Übersicht sehr gut:
Innerhalb der Organisation werden bei längerer und aktiverer Nutzung von Social Media auch ebenfalls immer mehr Bereiche eingebunden. Beschränkt es sich in erster Linie auf die PR/Unternehmenskommunikation bzw. die Werbung/Marketingkommunikation, setzen langsam aber sicher auch Abteilungen wie beispielsweise der Vertrieb, der HR-Bereich oder aber auch der Kundenservice Social Media ein. In Korrelation dazu steht auch die Anzahl der genutzen Tools. Das aktuell am beliebtesten eingesetzte Tool ist mit über 35% Youtube. Mit 31% folgen die Möglichkeiten der Microbloggingdienste. Mit jeweils rund 18% sind Blogs als auch (Unternehmens-)Wikis anzusetzen. 30% der Unternehmen setzen hauptsächlich auf Facebook, erscheinen dort eventuell die nutzbaren Möglichkeiten auf den ersten Blick vielfältiger als in anderen Netzwerken. Auch ist hier der noch in diesem Jahr geplante Einsatz von Maßnahmen auf dieser Plattform am höchsten. Nachfolgend hat sich das Karrierenetzwerk Xing etabliert und folgend schließen sich bereits firmen- bzw. intranetinterne Communities an. Allerdings wird somit oftmals in bereits etablierte Kanäle weniger Zeit und Aktivitäten investiert als in andere, geplante Bereiche:
Die Erfahrung und Dauer des Einsatzes mit bzw. von eingesetzten Social Media Aktivitäten bringt Unternehmen oftmals zu dem Entschluß noch mehr Tools oder Social Network Anwendungen einzusetzen. Allerdings sind gerade einmal knapp 13% wirklich intensiv aktiv im Social Web. 66,2% haben eine niedrige Aktivität vorzuweisen.
Erschreckend/Negativ ist nicht nur die Tatsache, dass nur eine solch geringe Anzahl von Unternehmen wirklich aktiv ist sondern, dass weniger als die Hälfte eine wirkliche Strategie für ihre Social Media Aktivitäten besitzen. 20% der Organisationen führen Strategien für 2 Bereiche; jeweils rund 10% für einen, drei oder sogar vier Bereiche. Deutlich wird jedoch, dass sich diese Strategien, sofern sie denn vorhanden sind stark (gute 47%) auf den Kommunikationsbereich beziehen und selten (knapp 24%) auf die gesamte Organisation. Ebenfalls wird deutlich, dass die Anzahl der genutzten Tools Synonym für “parallel/gleich” der Erfahrungsdauer von Social Media Aktivitäten ansteigt.
Besonders weit auseinander gehen die Zuständigkeiten für Social Media. Wie bereits erwähnt liegen die Hauptaktivitäten im PR- und Marketingbereich. Andere Abteilungen kommen oftmals nur bei Grundlegendem oder Spezifischem zum Zug. So ist die IT/EDV-Abteilung oftmals nur in die Beobachtung der Social Media Aktivitäten und die deren technische Betreuung involviert. Die Unternehmensführung spielt bei der Budgetierung, sowie der Plattformauswahl eine größere Rolle, wobei die Qualifikation der Mitarbeiter, die inhaltliche Betreuung der Anwendungen als auch die Evaluation eigener Anwendung oftmals im in der Hand der jeweiligen Abteilung liegt und somit dezentral verwaltet wird. Werden externe Berater mit ins Boot geholt, was leider nur in 56% der Fälle geschieht, werden am häufigsten PR-Berater oder aber auch Internet- oder PR-Agenturen zu Rate gezogen. Die Verwantwortlichkeiten innerhalb der PR-Abteilungen wird häufig (65%) auf einzelne, ausgesuchte Mitarbeiter übertragen.
Sehr zu wünschen übrig, lassen jedoch die dazugehörigen Governance Strukturen:
Lediglich 19% der Social Media nutzenden Unternehmen haben bereits Guidelines, 36% planen sie bis Ende 2010 (einzuführen). Ebenfalls besitzen aktuell nur 46% der Unternehmen die Hard- und Software zur Social Media Nutzung, welches die Frage aufwirft, was genau unter diesem Punkt verstanden wird (Anmerkung: reicht ein PC mit Internetanschluß nicht aus um sich auf Facebook, Xing, Twitter, etc präsent zu sein?). Lediglich 12% beistzen für solche Strategien ein gesondertes Budget und auch zur Erfolgsmessung bzw. -kontrolle haben nur 13% explizite Kennzahlen. 91% der Unternehmen besitzen keine eigene Social Media Abteilung und haben es auch in naher Zulunft nicht vor. In der folgenden Übersicht sind Elemente des Ordnungsrahmens in Organisationen mit und ohne konkrete Social Media Strategie im Vergleich aufgeführt:
Interessant ist hier auch vor allem die Differenz zwischen den Organisationen mit und ohne Social Media Strategie. Auffällig ist vor allem, dass gerade personelle Ressourcen im Ist-Zustand, als auch im Plan weit auseinandergehen. Wenig Anklang findet generell die separate Social Media Abteilung in Ogranisationen. Der Index des Social Media Ordnungsrahmens zeigt deutlich auf: lediglich zwei von zehn Organisationen haben entwickelte Governance Strukturen.
Zum Schluss wurde der Status quo betrachtet:
Somit gibt jede zweite Organisation an, bereits Strategien für die Online-Kommunikation zu besitzen. Deutlich wird in der oberen Abbildung auch, dass bei vielen Organisationen lediglich eine sehr schwache bzw. niedrige Ausprägung der einzelnen Nutzungsmöglichkeiten vorhanden ist.
Abschließend lässt sich somit festhalten, dass besonders Strategien, Guidelines und eine zentrale Organisation von Social Media Aktivitäten unabdingbar ist. Vorrangig sollte aufgrund der Parallelen zu PR- oder Kommunikationsabteilungen dort, oder zumindest mithilfe dieser Abteilung, mit dem Aufbau der Social Media Aktivitäten begonnen werden. Darauf kann nun in Form von Einbindung weiterer Bereiche und Abteilung schließlich ein ganzheitliches Konzept entstehen. Denn nur durch gemeinsame Aktivitäten, welche durch einen Ordnungsrahmen verbunden sind, lassen sich Aktivität und Strategien dahingehend steuern, einen positiven Effekt auf die Etablierung und Nutzung von Social Media in Organisationen zu bewirken.
Social Networks in Deutschland – alle Zahlen auf einen Blick
Social Media ist aktuell eines der Haupt-Gesprächsthemen. Die Nutzerzahlen von Facebook steigen weiterhin stark an. So liegt laut einer Studie (Stand 31.05.2010) der Penetrationsgrad von Facebook in den USA bei 41%. Der Penetrationsgrad entspricht Anzahl Nutzer zu Bevölkerung. In Deutschland hingegen liegt dieser bei 12%.
Die Intensität der Social Media Nutzung bzw. der Social Networks Nutzung unterscheidet sich also länderspezifisch, im Falle von Facebook USA vs. Deutschland sogar deutlich. So ist es wichtig, die teils so mächtig klingenden Zahlen, für sein Land bzw. seine Region “zu relativieren”, um eine valide Aussage zu erhalten.
Allerdings: So relevant Zahlen sind, so schwer sind sie leider häufig zu finden.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns auf die große Suche begeben. Das Ergebnis: Die Nutzung von Social Networks in Deutschland in Zahlen.
1. Allgemeine Daten
Geschlechterverteilung
| Reichweite | Onlinezeit/Monat | |
|---|---|---|
| Frauen | 75,8 % | 5,5 Std |
| Männer | 69,7 % | 3,9 Std |
Update: Leider ist uns bei dieser Tabelle ein Fehler unterlaufen. Bei der oben genannten Geschlechterverteilung handelt es sich nicht um eine deutsche, sondern um eine weltweite Erhebung.
Da wir diesen Zahlen für wichtig erachten und haben wir uns nochmals auf die Suche gemacht. Eine allgemeine Zahl zu der Geschlechterverteilung in Deutschland haben wir nicht gefunden, dafür aber die Geschlechterverteilung nach Social Networks für Deutschland.
| Netzwerk | Männeranteil (Nettoreichweite) in % | Frauenanteil (Nettoreichweite) in % |
|---|---|---|
| 48 | 52 | |
| 64 | 36 | |
| VZ Netzwerke | 48,5 | 51,5 |
| 59,3 | 40,7 | |
| 71 | 29 | |
| Wer-kennt-wen | 44,2 | 55,8 |
| Stayfriends | 45,7 | 54,3 |
| Lokalisten | 53,3 | 46,7 |
| SchülerCC | 50,1 | 49,9 |
Affinitätsindex
Gemessen wurde hier der Affinitätsindex. je Kanal/Bundesland (hoch&niedrig)
Die weiteren Kanäle (Schuelervz, etc) sind ebenfalls in der Quelle gelistet.
| Kanal | Bundesland | Aff.index niedrig | Bundesland | Aff.index hoch |
|---|---|---|---|---|
| myspace.com | Meckl.-Vorpommern | 87 | Berlin | 157 |
| Thüringen | 54 | Hamburg | 167 | |
| studiVZ | Saarland | 45 | Thüringen | 150 |
| meinVZ | Saarland | 22 | Thüringen | 225 |
| Wer-kennt-wen | Hamburg | 21 | Saarland | 364 |
Ohne die direkten Affinitätsindizes zu beachten, lässt sich zusammenfassen: der nördliche Teil Deutschlands ist stark von dem Netzwerk meinVZ geprägt (Thüringen bildet im mitteldeutschen Raum somit eine Ausnahme). Wohingegen der Süden das hier nicht gelistete Netzwerk Lokalisten favorisiert. Der westliche Teil der Republik hingegen nutzt hauptsächlich das Businessnetzwerk XING. Am beliebtesten im östlichen Teil ist das Social Network schueler.cc.
2. Einzelne Kanalbetrachtung
2.1 Facebook
2004 als reine Studentenplattform entwickelt, durchbrach die Social Media Plattform im Juli 2010 weltweit die Nutzergrenze von einer halben Milliarde aktiver Nutzer. Davon entfallen mittlerweile ca. 2 % auf Deutschland.
| März 2010 (gesamt) | 7.616.160 | August 2010 (gesamt) | 10.276.120 |
|---|---|---|---|
| Frauen | 3.823.920 | 5.087.380 | |
| Männer | 3.656.260 | 5.004.440 | |
| 24-30 Jahre (größte Gruppe) | 2.348.280 | 3.077.540 | |
| 54+ Jahre (kleinste Gruppe) | 233.800 | 396.000 |
Facebook-Applikationen
Neben der Verteilung von Geschlecht und Alter, wurde ebenfalls untersucht wie relevant die sogenannten Facebook-Applikationen sind.
| Anzahl | %-Anteil gemessen an analysierten Apps | |
|---|---|---|
| Gesamtanzahl Aktive Apps | 550.000 | |
| Anzahl analysierte Apps | 300.000 | |
| ~ 2.000 Nutzer/Tag | 1.597 | ~ 0,5 % |
| ~ 200 Nutzer/Tag | 4.500 | ~ 1,5 % |
| 1 - 100 Nutzer/Tag | 41.000 | ~ 16,4 % |
| 0 Nutzer/Tag | 250.000 | ~ 83,3 % |
Sonstige Zahlen
| Geteilte Inhalte/Woche | 14.000.000.000 |
|---|---|
| Hochgeladene Bilder/Monat | 2.500.000.000 |
| Hochgeladene Videos/Monat | 14.000.000 |
| Erstellte Veranstaltungen/Monat | 3.500.000 |
| Dauer einer Facebook Session in Minuten | 18 |
2.2 Twitter
Auch der Mikrobloggingdienst Twitter zieht immer mehr User aktiv in seinen Bann.
| Aktive Schreibende | 200.000 |
|---|---|
| Männer | 64 % |
| Frauen | 36 % |
| Aktiv Schreibende | 270.000 |
Nutzung
| Durchschnitssalter | 31 |
|---|---|
| 10 % aller dt.en Accounts produzieren | 61 % aller Tweets |
| dt.er Anteil des gesamten Sitetraffics | 6,5 % |
- Der Account Name ist jedoch für knapp die Hälfte der Twitterer (45%) ein Produkt ihrer Fantasie.
- Nur jeder knapp 5. User benutzt seinen echten Namen, wobei wenigstens jeder 3. seinen Benutzeramen wenigstens an seinen realen anlehnt.
- 23 % der Nutzern ist ein Profilbild wichtig.
- 23% der Nutzer ist die Anzahl Follower wichtig bis sehr wichtig.
- Für 51% hingegen ist die Anzahl Follower unwichtig bis sehr unwichtig.
- Lediglich 6 % nutzen die “Autofollow” Funktion.
Sonstige Zahlen
| Featurenutzung “Favorit” | 40 % |
|---|---|
| Nutzung einer Desktop-App | ~ 80 % (dauerhaft) |
| Verbindung mit Facebook | 32 % |
| Nachrichten mit Link | 29 % |
| Nachrichten mit @reply | 28 % |
2.3 VZ Netzwerke
| 01/2010 | 16.000.000 Nutzer |
|---|---|
| 07/2010 | 17.000.000 Nutzer |
| aufgeteilt auf: | |
| schülerVZ | ~ 5.900.000 Nutzer |
| studiVZ | ~ 6.000.000 Nutzer |
| meinVZ | ~ 5.100.000 Nutzer |
Geschlechterverteilung
Ohne die einzelnen Verzechnisse separat zu betrachten ist laut der FAZ die Geschlechterverteilung annähernd gleich. Nur wenig überwiegt hier im gesamten der Frauenanteil mit 52 %.
Alterstruktur
Jeder vierte Benutzer ist zwischen 19 und 24 Jahren, die 55+ Fraktion macht jedoch bemerkenswerter Weise auch mittlerweile gute 2,2 Millionen Benutzer aus:
| 15 - 24 Jahre | 4,3 Mio. Nutzer |
|---|---|
| 25 - 34 Jahre | 2,9 Mio Nutzer |
| 35 - 44 Jahre | 2,1 Mio Nutzer |
| 45 - 54 Jahre | 2,0 Mio Nutzer |
| 55+ Jahre | 2,2 Mio Nutzer |
| unbekannt | ~ 2,5 Mio Nutzer |
2.4 Xing
Gegründet wurde das Business-Netzwerk XING 2003 noch unter dem Namen OpenBC.
Nutzerzahlen
Nach dem Namenswechsel 2006 wuchs die Plattform laut den Geschäftsberichten in Deutschland wie folgt an:
Dez 2006: ~ 1 Millionen Nutzer
Dez 2007: ~ 1,73 Millionen Nutzer
Dez 2008: ~ 2,46 Millionen Nutzer
Dez 2009: ~ 3,74 Millionen Nutzer
Im August 2010 hat sich die Gesamtanzahl in Deutschland auf 4,1 Millionen erhöht. Weltweit sind zu dem Zeitpunkt 9 Millionen bei Xing registriert.
Altersstruktur
| Nutzergruppen (Alter) | % - Satz | Anzahl User |
|---|---|---|
| < 26 | ~ 10 % | ~ 400.000 |
| 26 - 30 | ~ 22 % | ~ 880.000 |
| 31 - 40 | ~ 38 % | ~ 1.520.000 |
| 41 - 50 | ~ 22 % | ~ 880.000 |
| > 50 | ~ 8 % | ~ 320.000 |
Region DACH
Laut Geschäftsbericht des ersten Quartals 2010, stammen 83 % der in DACH (Deutschland, Österreich, Schweiz) lebenden Mitglieder aus der Bundesrepublik.
Gruppen, Termine und Unternehmensprofile
| Bereich | 1. Quartal 2010 | 2009 | Zuwachsrate |
|---|---|---|---|
| Gruppenanzahl | 34.000 | 19.000 | + 79 % |
| Anzahl der Gruppennutzer | 2.530.000 | 2.030.000 | + 25 % |
| Anzahl der Enterprise Gruppen | 2.891 | 1.292 | + 123 % |
| Anzahl der XING Events | 1.200 | 700 | + 71 % |
| Anzahl der Unternehmensprofile | 110.000 | noch nicht eingeführt |
2.5 LinkedIn
2003 gegründet, besitzt das Online-Netzwerk LinkedIn laut eigenen Angaben >70 Millionen Mitglieder weltweit.
Seit Anfang 2009 ist es ebenfalls in deutscher Sprache verfügbar und erreichte nach eigenen Angaben im März 2010 die 1 Millionen Nutzergrenze in Deutschland.
Hier geht jedoch die Geschlechterverteilung bisher am deutlichsten auseinander. Die männliche Dominanz liegt bei 71%.
Unser Gewinnspiel: Der Gewinner steht fest
Unser vor einer Woche gestartetes Embrander-Gewinnspiel zu Kundenservice von Unternehmen hat einen Gewinner gefunden. Wir haben einige schöne Beiträge erhalten und haben schlussendlich das Los entscheiden lassen.
Und der glückliche Gewinner ist ***Trommelwirbel*** “Bibi“. Herzlichen Glückwunsch zu Deinem neuen Buch Delivering Happiness von Tony Hsieh, dem Gründer von Zappos.
Bibi hat den folgenden Beitrag geschrieben:
“Den besten Kundenservice hat für mich Kabel Deutschland, vielleicht fällt das aber auch nur so auf, weil gerade in der Sparte die Mitbewerber, wie die Telekom sehr schlecht sind. Man wird beraten, kann sich jederzeit per Mail, oder Telefon gratis beim Kundenservice melden und das Personal ist da auch noch fähig, ein Anschlusstermin ist schnell gemacht und dann wird einem auch dabei noch jegliche Arbeit abgenommen, dass nenne ich rundum Kundenservice. Selbst wenn mal etwas nicht ok ist wird anstandslos ausgetauscht und geholfen wo es nur geht.”
An dieser Stelle wollen wir uns bei allen Teilnehmern bedanken. Danke für die Beiträge über Twitter, Facebook oder hier im Blog.
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Personalmarketing Studie 2011
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